Milde Strafe der UEFA : Militärgruß-Affäre: Türkische Profis kommen angeblich glimpflich davon

Nahezu das gesamte türkische Team salutierte nach dem Abpfiff vor den eigenen Fans.
Nahezu das gesamte türkische Team salutierte nach dem Abpfiff vor den eigenen Fans.

Die UEFA hat einem Bericht zufolge die Untersuchungen zum Salut-Skandal in der EM-Qualifikation abgeschlossen.

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16. Dezember 2019, 10:05 Uhr

Berlin | Nach dem Militärgruß türkischer Nationalspieler in der EM-Qualifikation wird die europäische Fußball-Union gegen 13 Spieler Verweise aussprechen und eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro gegen den türkischen Verband verhängen. Das berichtet der "Kicker" unter Hinweis auf eine Sitzung der UEFA-Disziplinarkommission in der vergangenen Woche, deren Ergebnis bislang nicht veröffentlicht wurde. Ein Grund, warum keine Sperren ausgesprochen werden, sei, dass die Strafen während der EM-Endrunde im kommenden Sommer hätten abgesessen werden müssen.

Salut als politisches Statement

Obwohl die Statuten politische Äußerungen und Zeichen während der Begegnungen verbieten, hatten fast alle türkischen Profis bei den EM-Qualifikationspartien im Oktober gegen Albanien und in Frankreich Tore mit einem Salut bejubelt. Die Spieler brachten damit ihre Unterstützung für die türkischen Streitkräfte zum Ausdruck, die in einer Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien vorgingen. Der Einsatz wurde international scharf kritisiert.

Laut "Kicker" soll Kaan Ayhan keinen Verweis bekommen. Der Düsseldorfer Bundesliga-Profi hatte sich nach seinem Tor beim 1:1 (0:0) nicht dem militärischen Gruß der Mitspieler angeschlossen. Noch ist offen, ob der türkische Verband Rechtsmittel gegen die Strafe einlegen wird.

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