Neue Ausschreibungen? : Kartellamt untersucht Champions-League-Ausstrahlung von Sky und DAZN

Das Kartellamt leitet ein Verfahren gegen Sky und DAZN ein.
Das Kartellamt leitet ein Verfahren gegen Sky und DAZN ein.

Ist die Zusammenarbeit bezüglich der Champions-League-Übertragung in Deutschland von Sky und DAZN rechtlich korrekt?

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16. Oktober 2018, 15:42 Uhr

Bonn | Das Bundeskartellamt nimmt die Zusammenarbeit des Pay-TV-Anbieters Sky mit dem Streamingdienst DAZN bei der Ausstrahlung der Champions-League-Fußballspiele unter die Lupe. Man habe ein Verwaltungsverfahren eingeleitet, teilte die Behörde am Dienstag in Bonn mit. Live-Übertragungen von Spielen der Königsklasse sind in Deutschland im Zeitraum 2018 bis 2021 nur noch bei den beiden Bezahl-Anbietern zu sehen. Sky hatte sich 2017 in einer Ausschreibung der UEFA durchgesetzt, danach aber einen Teil des Pakets an den Streaming-Dienst DAZN abgegeben.

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"Wir untersuchen, wann und in welcher Form die Kooperation der beiden Unternehmen beschlossen wurde und ob die Zusammenarbeit den Wettbewerb im Interesse der Verbraucher gefördert oder beschränkt hat", sagte Kartellamtschef Andreas Mundt. Das Verfahren dürfte mehrere Monate dauern. Dabei werden nicht nur Sky und DAZN, sondern auch Wettbewerber befragt.

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In Verwaltungsverfahren geht es nicht um Bußgelder. Ein Ergebnis der kartellrechtlichen Prüfung könnte sein, dass die Firmen ihr bisheriges Vorgehen ändern müssen – im äußersten Fall müsste neu ausgeschrieben werden. Auch eine Einstellung des Verfahrens ist möglich. Ein Sprecher von Sky sagte, man sei vor einigen Tagen informiert worden und kooperiere "vollumfänglich" mit der Behörde.

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