BVB-Verfolger Nummer 1 : Pro und Contra: Ist Mönchengladbach ein ernster Titelkandidat?

Alassane Plea ist einer der Gründe für den derzeitigen Erfolg von Borussia Mönchengladbach.
Alassane Plea ist einer der Gründe für den derzeitigen Erfolg von Borussia Mönchengladbach.

Hat die Hecking-Elf das Zeug, im Titelkampf mitzumischen? In der Sportredaktion sind die Meinungen gespalten.

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12. November 2018, 12:57 Uhr

Hamburg | Nach dem 11. Spieltag ist Borussia Mönchengladbach Tabellenzweiter und erster Verfolger des Spitzenreiters aus Dortmund. Das Team von Trainer Dieter Hecking ist aktuell in bestechender Form und hat vier der letzten fünf Partien gewonnen. In Bremen beim 3:1-Auswärtssieg zeigten die "Fohlen" eine reife Leistung und unterstrichen, dass sie in dieser Saison zu den Topteams der Liga zählen.

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Vor allem in der Offensive ist die Borussia stark besetzt. Mit Neuzugang Allasane Plea hat Sportdirektor Max Eberl einen Volltreffer verpflichtet. In Bremen traf der Franzose dreifach. Neben Plea glänzen aber auch Thorgan Hazard, Lars Stindl und der formstarke Jonas Hoffmann.

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Kann die Borussia in dieser Saison sogar in den Meisterschaftskampf eingreifen und den BVB ärgern? Die Sport-Redakteure Nina Brinkmann und Alexander Barklage haben dazu eine unterschiedliche Meinung.

Nina Brinkmann: Gladbach kann die Favoriten ärgern

Borussia Mönchengladbach steht auf Platz zwei der Tabelle, hat drei Punkte Vorsprung auf den Rekordmeister aus München, der "nur" auf Platz fünf steht – mit dieser Tabellenkonstellation haben vor der Saison wahrscheinlich die Wenigsten gerechnet. Zwar ist es noch recht früh, doch schon jetzt haben die Gladbacher bewiesen, dass sie auch nach Rückschlägen, wie der 1:3-Niederlage gegen Freiburg oder dem 2:4 in Berlin nicht einknicken und weiter Punkte einfahren.

Jonas Hofmann ist in dieser Saison absoluter Stammspieler bei der Borussia. Seine guten Leistungen hat sogar schon Bundestrainer Joachim Löw registriert. Foto: dpa/Marius Becker
dpa/Marius Becker
Jonas Hofmann ist in dieser Saison absoluter Stammspieler bei der Borussia. Seine guten Leistungen hat sogar schon Bundestrainer Joachim Löw registriert. Foto: dpa/Marius Becker

Der große Vorteil der Fohlenelf: Im Gegensatz zum BVB, dem FC Bayern aber auch Frankfurt und Leipzig haben die Gladbacher nur noch die Bundesliga auf dem Programm. Sie können sich voll und ganz auf diese Spiele vorbereiten. Reisestrapazen zu Champions- oder Europa-League-Spielen fallen unter der Woche weg.

Was außerdem für einen dauerhaften Erfolg spricht ist die gute Einkaufspolitik. Sportdirektor Max Eberl hat im Sommer mit Alassane Plea, der nach elf Spieltagen schon auf acht Tore kommt, einen Stürmer aus dem Hut gezaubert, auf den andere Top-Mannschaften mehr als neidisch sind. Auch die Verpflichtung vom Ex-Düsseldorfer Florian Neuhaus zahlt sich bereits aus. Trainer Dieter Hecking hat es geschafft, die Neuzugänge optimal in die Mannschaft zu integrieren. Die Mischung der neuen Spieler mit den gestandenen Profis wie Kapitän Lars Stindl, Tobias Strobl oder Oscar Wendt wird dazu führen, dass Gladbach bis zum Ende der Saison oben mitmischen und die vermeintlichen Favoriten das ein oder andere Mal ärgern wird.

Alexander Barklage: Champions-League-Quali ja, aber mehr nicht

Deutscher Meister Borussia Mönchengladbach. Das gab es schon lange Zeit nicht mehr. Zum letzten Mal gewannen die Gladbacher die Meisterschaft im Jahr 1977 unter Trainer Udo Lattek. Unter ihrem aktuellen Coach Dieter Hecking wird zumindest in dieser Saison kein weiterer Titel hinzu kommen. Keine Frage die Borussia spielt aktuell meisterlich und hat nur vier Punkte Rückstand auf den Namensvetter aus Dortmund. Aber die Gladbacher bewegen sich derzeit am absoluten Leistungsmaximum, zudem ist die Mannschaft bislang noch von großen Verletzungen verschont geblieben.

Das größte Manko ist jedoch die Auswärtsschwäche, vor allem gegen die "kleinen" Teams aus der Liga. In Augsburg, Wolfsburg und in Freiburg wurde nicht gewonnen und insgesamt nur ein Zähler geholt. Die nächsten drei Gegner auswärts heißen RB Leipzig, TSG Hoffenheim und am letzten Hinrunden-Spieltag Borussia Dortmund - nicht gerade Fallobst. Sollten die Gladbacher nach diesen Partien immer noch erster Verfolger der Dortmunder sein, wäre das für mich sehr überraschend.

Die Qualifikation für die Champions League traue ich den Gladbachern aber sehr wohl zu, also mindestens Platz vier. Dafür ist der Kader stark genug und man hat mit Plea im Sturm vielleicht die Entdeckung der Saison verpflichtet.


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