Erfolgscoach des FC Liverpool : Jürgen Klopp verrät seinen Favoriten für die Meisterschaft

Jürgen Klopp freut sich nach der Preisverleihung über die goldene Druckgrafik mit seinem Porträt.
Jürgen Klopp freut sich nach der Preisverleihung über die goldene Druckgrafik mit seinem Porträt.

Der ehemalige Trainer des FSV Mainz sprach bei einer Preisverleihung auch über seine Pläne für die Zeit nach seiner Karriere.

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17. November 2018, 12:20 Uhr

Liverpool | Borussia Dortmund hat aus Sicht seines ehemaligen Trainers Jürgen Klopp in dieser Saison eine gute Chance auf die Meisterschaft in der Bundesliga. "Dortmund spielt einen Super-Fußball und Lucien Favre macht einen tollen Job", sagte der Coach des FC Liverpool am Freitagabend am Rande der Verleihung des Mainzer-Medien-Preises. "Es ist ganz normal, dass auch Bayern mal seine Schwierigkeiten hat."

Zu den Chancen seiner "Reds" in der Premier League äußerte sich Klopp vorsichtig optimistisch. "Wir sind gut, aber die anderen leider auch", sagte der Coach im Gespräch mit Journalisten in Mainz. "Manchester City ist das Maß aller Dinge. Aber wenn wir gesund bleiben und dran bleiben, dann haben wir eine Chance."

Zurück zu den Wurzeln

Der 51-Jährige sprach auch über die Zeit nach dem Ende seiner Karriere – und verriet, dass er fest plane, irgendwann wieder in Deutschland zu leben. "Mainz ist meine alte Heimat und wird in näherer oder ferner Zukunft auch meine neue Heimat sein", so Klopp.

Eineinhalb Wochen vor dem Spiel von Liverpool in Paris sagte Klopp, es sei kein Zufall, dass aktuell mit Thomas Tuchel und ihm zwei ehemalige Mainzer Trainer in der Champions League spielten. "Das hat ganz bestimmt etwas mit Mainz 05 zu tun", sagte Klopp der Deutschen Presse-Agentur. "Dieser Verein ist eine Trainerschmiede geworden." Tuchel sei bereits Jugendtrainer in Mainz gewesen, und der aktuelle Mainzer Coach Sandro Schwarz sei wie er zuerst Spieler bei Mainz 05 gewesen. Die Arbeit in Mainz sei maßgeblich von dem 2013 gestorbenen Trainer Wolfgang Frank beeinflusst worden.

Heidel hält Laudatio

Für seine authentische Wirkung in der Öffentlichkeit erhielt Klopp am Freitag den Mainzer-Medien-Preis. Der frühere Coach von Mainz 05 und Borussia Dortmund habe mit seinen Auftritten in den Medien das Bild des Fußballs in der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst, befand der Mitbegründer des Preises, der Herzchirurg Christoph-Friedrich Vahl von der Universitätsmedizin Mainz.

Es gebe niemand, der diesen Preis mehr verdient habe als Klopp, sagte Schalke-Manager Christian Heidel als Laudator. "Er vermeidet Populismus, er ist authentisch, auch wenn es manchmal unangenehm sein kann." Im Umgang mit Medien vertrete Klopp Werte wie Offenheit, Ehrlichkeit und Bodenständigkeit.

Der gebürtige Mainzer Heidel war von 1992 bis 2016 Manager des FSV und hatte Klopp 2001 vom Spieler zum Trainer gemacht. 2004 stiegen die 05er dann zum ersten Mal in die Bundesliga auf. Klopp trainierte die Mainzer bis 2008 und wechselte dann zu Borussia Dortmund. In Liverpool ist er seit 2015.

Gestiftet wurde der Preis anlässlich der 250. Nachtvorlesung der Universitätsmedizin Mainz. Die erste Auszeichnung ging im vergangenen Jahr an den Kabarettisten und Büttenredner Herbert Bonewitz. Für das Preisgeld von 4000 Euro erstellt ein international beachteter Künstler eine Druckgrafik des Preisträgers; der Druckstock oder die Druckplatte wird dem Gutenberg-Museum übergeben.

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