Interview im "Kicker" : Jürgen Klopp verrät: Das mache ich nach dem Ende beim FC Liverpool

Jürgen Klopps Konterfei ziert in Liverpool eine Hauswand. Der Deutsche ist in der Stadt sehr beliebt.
Jürgen Klopps Konterfei ziert in Liverpool eine Hauswand. Der Deutsche ist in der Stadt sehr beliebt.

Jürgen Klopp surft mit dem FC Liverpool gerade auf einer Erfolgswelle. Sein Vertrag bei den "Reds" läuft noch bis 2022.

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26. August 2019, 13:19 Uhr

Liverpool | Für Jürgen Klopp kann es derzeit kaum besser laufen. Mit dem FC Liverpool gewann er im Juni den Titel in der Champions League. Im August sicherte er sich mit den "Reds" auch noch den Gewinn des Uefa-Super-Cups und in der neuen Premier-League-Saison führt der FC Liverpool die Tabelle nach drei Spieltagen und drei Siegen an.

In einem Interview mit dem "Kicker" spricht Klopp unter anderem darüber, was er nach seinem Engagement in England machen würde. Pause nämlich.

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Er plant nach dem Ende seiner Amtszeit beim FC Liverpool eine Auszeit ein. "Davon muss man ausgehen", antwortete der Coach des Champions-League-Siegers in einem "Kicker"-Interview auf die Frage, ob er erst einmal eine Pause einlege, wenn sein Vertrag in Liverpool ende. Der aktuelle Kontrakt des 52-Jährigen läuft noch bis zum 30. Juni 2022.

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Zuletzt hatte Klopps Berater Marc Kosicke bestätigt, dass Liverpool mit Klopp gerne verlängern wolle. Er habe "absolut genug Energie für das, was ich mache", sagte Klopp. "Ich habe nur ein Problem: 'Ein bisschen' kann ich nicht. Ich kann nur 'ganz oder gar nicht'."

Wenn er eines Tages für sich entscheide, dass er nicht mehr könne, "dann höre ich auf für ein Jahr", sagte der ehemalige Bundesliga-Coach. "Und nach diesem Jahr muss die Entscheidung definitiv fallen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch sehr hoch, dass mein Energielevel dann absolut wieder da ist, wo es hingehört, und ich den Job so machen kann, wie ich ihn machen will", sagte Klopp.

"FIFA und UEFA bauen ja noch die Turniere für mehr Teilnehmer aus. Offenbar besteht die Angst vor einem Tag ohne Fußball. Ich glaube aber, es ist genau umgekehrt. Irgendwann sagt das Publikum: Das schau ich mir nicht an, das nicht und das auch nicht." Jürgen Klopp

Klopp hofft, dass "Super League nie kommt"

Zudem warnt Klopp vor einer Übersättigung des Fußball-Marktes. "FIFA und UEFA bauen ja noch die Turniere für mehr Teilnehmer aus. Offenbar besteht die Angst vor einem Tag ohne Fußball. Ich glaube aber, es ist genau umgekehrt. Irgendwann sagt das Publikum: Das schau ich mir nicht an, das nicht und das auch nicht."

Die Schaffung neuer Wettbewerbe und die Veränderung des Spielkalenders gehe zu Lasten der Gesundheit seiner Profis. "Viele Menschen versuchen gerade, so viel wie möglich vom Kuchen abzubekommen. Das ist im Leben ganz oft so. Nur wird es im Fußball auf dem Rücken der Spieler ausgetragen", sagte der 52-Jährige. Statt immer mehr Partien müsse es "eine Reduzierung der Spiele" geben.

Das aktuelle System im europäischen Fußball werde "nicht auf lange Sicht funktionieren", mahnte der frühere Dortmunder und Mainzer, der mit den Reds auch den europäischen Supercup gegen den FC Chelsea gewonnen hatte und mit drei Siegen aus drei Spielen glänzend in die neue Premier-League-Saison gestartet ist. "Da muss man - muss man! - drangehen. Es geht um die Spieler. Etliche Toptrainer haben die gleichen Argumente, jetzt müssen wir nur noch dafür sorgen, dass die Leute, die das entscheiden, es auch mitkriegen."

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