Premier League und Primera Division : Mourinho rastet bei Ex-Club aus – Real blamiert sich

Manchester-Trainer José Mourinho (l.) musste nach dem späten Ausgleich von Chelsea von Security-Kräften gestoppt werden. Ein Chelsea-Betreuer hatte den Portugiesen wohl provoziert. Foto: imago/PA Images
Manchester-Trainer José Mourinho (l.) musste nach dem späten Ausgleich von Chelsea von Security-Kräften gestoppt werden. Ein Chelsea-Betreuer hatte den Portugiesen wohl provoziert. Foto: imago/PA Images

Jose Mourinho kehrt mit ManU an seine alte Wirkungsstätte zurück und rastet aus – in Spanien kriselt es bei Real Madrid.

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20. Oktober 2018, 16:01 Uhr

London/Madrid | Der kriselnde englische Fußball-Rekordmeister Manchester United und sein in der Kritik stehender Trainer José Mourinho haben knapp einen Befreiungsschlag verpasst. Die Red Devils kassierten am Samstag in der Premier League beim FC Chelsea in der sechsten Minute der Nachspielzeit einen Gegentreffer und kamen trotz einer guten Leistung nur zu einem 2:2 (0:1). Kurz vor dem Abpfiff kam es an der Stamford Bridge zu tumultartigen Szenen an der Trainerbank.

Zunächst hatte der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger (21. Minute) per Kopfball die Führung für die Blues erzielt. Doch in der zweiten Hälfte drehte der Franzose Anthony Martial (55./73.) die Partie mit einem Doppelpack für die Gäste. Als Man United schon wie der sichere Sieger aussah, gelang Ross Barkley (90.+6) doch noch das Tor für Chelsea.

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Mourinho, der direkt nach dem Treffer offenbar von einem Mitglied des Chelsea-Betreuerstabs provoziert wurde, sprang wütend auf und stürmte in Richtung der gegnerischen Bank, wurde aber von Sicherheitskräften aufgehalten. Es kam zur Rudelbildung mit mehreren Spielern. Erst nach einigen Minuten hatte sich die Lage wieder beruhigt. Die mitgereisten United-Fans feierten den Coach mit Gesängen.

Real Madrid in der Krise

In Spanien hat sich die Krise von Real Madrid mit der längsten torlosen Zeit in der Clubgeschichte und der nächsten Niederlage weiter verschärft. Der Champions-League-Sieger unterlag am Samstag in der spanischen Fußball-Meisterschaft gegen UD Levante mit 1:2 (0:2). Für Madrid mit Trainer Julen Lopetegui kam der Treffer des Brasilianers Marcelo in der 72. Minute zu spät, immerhin beendete er jedoch eine historische Torflaute nach 481 Minuten. Nie zuvor in der 116-jährigen Historie war Real so lange ohne eigenen Treffer geblieben. Zuvor hatten José Luis Morales (6. Minute) und Roger Marti Salvador (13./Handelfmeter) den Erfolg der Gäste perfekt gemacht.

Madrid steht nach dem neunten Spieltag in der Primera División mit nur 14 Punkten nicht mehr auf einem Champions-League-Rang und der Druck auf Spaniens Ex-Nationaltrainer Lopetegui wird immer größer. Für Madrid war es bereits die dritte Niederlage in La Liga in dieser Saison. Seit fünf Spielen gab es wettbewerbsübergreifend keinen Sieg mehr für das Starensemble um Ex-Weltmeister Toni Kroos, der gegen Levante nur auf der Bank saß.

Real-Keeper Thibaut Courtois kann es nicht fassen. Genauso wenig sein Teamkollege Casemiro (l.). Foto: imago/Action Plus
imago/Action Plus
Real-Keeper Thibaut Courtois kann es nicht fassen. Genauso wenig sein Teamkollege Casemiro (l.). Foto: imago/Action Plus


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