Verteidiger des FC Bayern : Jérôme Boateng: Kampfansage an Borussia Dortmund

Jérôme Boateng hat den Titel noch längst nicht abgeschrieben.
Jérôme Boateng hat den Titel noch längst nicht abgeschrieben.

Der Bayern-Verteidiger gibt aber auch zu, dass es beim Rekordmeister zuletzt ein Einstellungsproblem gegeben habe.

svz.de von
21. November 2018, 09:05 Uhr

München | Jérôme Boateng hat den Meisterschaftskampf mit dem FC Bayern trotz sieben Punkten Rückstands auf Tabellenführer Borussia Dortmund noch lange nicht aufgegeben. "Wir müssen auf dem Dortmund-Spiel aufbauen, bis zur Winterpause eine Serie starten, wenn möglich keine Punkte mehr abgeben. Wir müssen Dortmund durch eine Serie unter Druck setzen", sagte der Abwehrspieler der "Sport Bild".

Obwohl der BVB in dieser Saison in der Bundesliga noch ungeschlagen ist und die Bayern im Gegensatz dazu bereits drei Mal ohne Punktgewinn blieben, sieht der Weltmeister von 2014 keine Wachablösung im deutschen Fußball. "Dafür müsste der BVB erst einmal sechs, sieben Jahre hintereinander mit großem Abstand die Meisterschaft gewinnen. Oder Spiele 4:1, 5:1 gegen uns gewinnen. Das haben sie nicht gemacht. Deswegen gibt es keine Wachablösung in Deutschland", lautet seine Erklärung. Gleichwohl sei der BVB in dieser Phase der Saison "zu Recht vorne".

Boateng selbstkritisch

Insgesamt habe die mit einem hohen Altersdurchschnitt kämpfende Truppe des Rekordmeisters aber immer noch mehr zu bieten als der Rivale aus dem Ruhrgebiet. "Wir haben mehr Qualität und Erfahrung. Man hat auch gesehen, dass sie Schwächen haben. Wir hatten sie die erste Halbzeit komplett im Griff", erinnerte Boateng an das jüngste Topspiel in der Bundesliga, das der BVB vor der Länderspielpause im Signal Iduna Park mit 3:2 gewann.

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Boateng zeigt sich jedoch auch selbstkritisch: "Die Qualität muss auf dem Platz funktionieren. Das war in den vergangenen Wochen nicht so der Fall, wie wir das wollten. Und wir dürfen uns nicht auf unsere Qualität verlassen, es braucht jetzt Mentalität bei uns, Einstellung, manchmal auch etwas Glück und Cleverness", so Boateng, der mit einer überraschenden Selbsterkenntnis aufwartete: "Die Einstellung war vielleicht nicht immer so, wie man es von Bayern gewohnt ist."

Kein Rücktritt aus der Nationalmannschaft

Sein persönliches Standing im Verein und auch in der Nationalmannschaft sieht Boateng nach wie vor gut, auch wenn Kontrahent Niklas Süle mehr und mehr Einsatzzeiten bekommt und Bundestrainer Jogi Löw zuletzt auf den Routinier verzichtete: "Man darf nicht vergessen: Ich musste nach einer Verletzung sehr um die WM kämpfen, hatte auch Nachholbedarf nach dem Turnier. Mir passte eine Pause sehr gut." Ein vorzeitiger Abschied aus der Nationalmannschaft ist für ihn ausgeschlossen: "Ich bin nicht zurückgetreten. Ich will 2020 Europameister werden."

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