Muttertags-Rede von Helge Leonhardt : "Die Dreißiger wollen ihr Frauenbild zurück" – Aue-Präsident in der Kritik

Helge Leonhardt während seiner vielseits kritisierten Muttertags-Rede im Erzgebirge-Stadion.
Helge Leonhardt während seiner vielseits kritisierten Muttertags-Rede im Erzgebirge-Stadion.

Helge Leonhardt, Präsident von Erzgebirge Aue, hat mit einem kuriosen Auftritt im Stadion für Aufregung gesorgt.

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13. Mai 2019, 17:27 Uhr

Aue | Trotz bescheidener finanzieller Mittel hält sich Erzgebirge Aue – mit Ausnahme der Saison 2015/2016 – seit gut einem Jahrzehnt in der 2. Bundesliga. Die Sachsen gehören damit nach RB Leipzig zu den konstantesten und erfolgreichsten Mannschaften aus dem Osten im deutschen Profifußball.

Auch in dieser Spielzeit sicherten sich die "Veilchen" frühzeitig den Klassenerhalt und konnten ihr letztes Heimspiel am 33. Spieltag gegen Greuther Fürth locker und unbeschwert angehen. Das dachte sich wohl auch Präsident Helge Leonhardt, der vor dem Anpfiff zum Mikrofon griff und angesichts des Muttertages ein paar nette Worte an die im Stadion anwesenden Muttis richtete.

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"Ich möchte herzlich den Müttern zum Muttertag gratulieren. Es lebe die Mutter als Grundpfeiler der Gesellschaft", sagte Leonhardt und wurde dafür von den Fans gefeiert. Doch dann gingen wohl etwas die Gäule mit dem 61-Jährigen durch.

Bereits zuvor hatte Leonhardt seine Worte mit viel Pathos und regelrecht martialisch anmutend unter das anwesende Volk gebracht, dann setzte der starke Mann im Erzgebirge noch einen drauf:

Den Frauen, die noch keine Mütter sind, eine Botschaft: Werdet Mütter und tragt die Wismut-DNA weiter. Aue-Präsident Helge Leonhardt

Die Zuschauer gröhlten und jubelten. Auch die Social-Media-Abteilung des Zweitligisten schien von den Worten ihres Präsidenten begeistert und postete wenig später ein Video der Rede Leonhardts auf Youtube und Twitter.

Die Botschaft aus der Rede wurde so zwar schnell verbreitet, kam aber bei vielen Internet-Usern nicht gut an:



Trotz zahlreicher kritischer Bemerkungen auf seiner Twitter-Seite reagierte der Verein nicht und ließ das Video online stehen (Stand: Montagnachmittag).

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