Hass-Plakate : "Hasta la vista, Hopp": BVB-Fans protestieren erneut gegen Hoffenheims Mäzen

Deutliche Ansage der BVB-Fans an Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp. Foto: dpa/Uwe Anspach
Deutliche Ansage der BVB-Fans an Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp. Foto: dpa/Uwe Anspach

Zuvor hatte Dietmar Hopp Strafanzeige gegen 30 BVB-Fans gestellt.

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22. September 2018, 16:37 Uhr

Sinsheim | Fans von Borussia Dortmund haben in der Bundesliga-Partie bei 1899 Hoffenheim massiv gegen das Vorgehen von TSG-Mäzen Dietmar Hopp protestiert und ihn beleidigt. Die Anhänger zeigten im Gäste-Block der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena ein großes "Hasta la vista, Hopp"-Plakat. Darauf war außerdem ein Konterfei von Hopp hinter einer Zielscheibe gemalt. Ein ähnliches Plakat hatte vor zehn Jahren schon einmal für Aufsehen gesorgt. Hintergrund ist der Strafantrag Hopps, der selbst im Stadion war, gegen mehr als 30 BVB-Fans.

Weiterlesen: Dietmar Hopp stellt Strafanzeige gegen 30 BVB-Fans

Damit hatte sich der 78-Jährige gegen Schmähgesänge aus dem Gästeblock zur Wehr gesetzt, die es im Spiel beider Teams am Ende der vergangenen Saison gegeben hatte. Gleichzeitig gilt ein Haus- und Betretungsverbot für die Beschuldigten rund um das Spiel. Neben einem weiteren deftigen Plakat gab es auch Schmähgesänge.

Dietmar Hopp (rechts) war am Samstag auch selbst im Stadion. Foto: dpa/ Hasan Bratic
dpa/ Hasan Bratic
Dietmar Hopp (rechts) war am Samstag auch selbst im Stadion. Foto: dpa/ Hasan Bratic

"Sollte Hopp tatsächlich glauben, er könne uns mit seinen Verboten mundtot machen, zeigen wir ihm am Samstag, wie falsch er damit liegt", hatte das Dortmunder Fanbündnis Südtribüne zuvor mitgeteilt. Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann hatte betont: "Es ist ein No-Go, so einen Mann, der so viel tut für die Gesellschaft, völlig losgelöst von der TSG Hoffenheim, zu beleidigen."

Durch Videomaterial identifiziert

Die Beschuldigten waren aufgrund von Videomaterial identifiziert worden. In der Vergangenheit hatte es wiederholt Proteste von BVB-Fans gegeben, die 1899 Hoffenheim für ein vom traditionellen Fußball entwurzeltes Konstrukt halten und den Verein wegen des finanziellen Engagements von Hopp als "Plastikclub" bezeichnen.

"Die Hausverbote, die sich allein auf die Einleitung eines Strafverfahrens stützen, werden von uns nicht akzeptiert und falls erforderlich auch gemeinsam mit den betroffenen BVB-Fans weiter rechtlich aufgearbeitet", kommentierte die Fanhilfe Dortmund.

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