KSC hält sich Protest offen : Hamburger SV bleibt an der Tabellenspitze

Durch den Sieg gegen den Karlsruher SC steht der Hamburger SV an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Sonny Kittel (links) schoss gleich zwei Tore in Karlsruhe.
Durch den Sieg gegen den Karlsruher SC steht der Hamburger SV an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Sonny Kittel (links) schoss gleich zwei Tore in Karlsruhe.

Nach dem Sieg in Karlsruhe nimmt der HSV Fahrt auf. Allerdings will auch der KSC im Heckmeck um Bakery Jatta Protest einlegen.

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25. August 2019, 16:56 Uhr

Karlsruhe | Der Hamburger SV hat seinen Spitzenplatz in der 2. Fußball-Bundesliga souverän behauptet. Die Hanseaten feierten am Sonntag mit dem 4:2 (2:0)-Erfolg beim Karlsruher SC den dritten Saisonsieg im vierten Spiel und sind nun alleiniger Tabellenführer.

Für den Spitzenreiter HSV trafen einmal mehr das Sturmduo Lukas Hinterseer (16. Minute/Foulelfmeter) und Sonny Kittel (34./67.) sowie Jairo (90.+1). Der Karlsruher SC hatte jedoch bereits vor dem Spiel angekündigt, einen Protest gegen die Spielwertung einzulegen.

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Jatta Bakery (HSV, rechts) mit  Lukas Grozurek (KSC).
Jan Huebner/Ulrich
Jatta Bakery (HSV, rechts) mit Lukas Grozurek (KSC).

Hintergrund ist der erneute Einsatz des HSV-Profis Bakery Jatta, an dessen Identität es Zweifel geben soll. "Wir setzen uns die Tage mal zusammen und überlegen, was wir tun", sagte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer nach dem Spiel am Sonntagnachmittag.

Protest auch von Nürnberg und Bochum

Schon der 1. FC Nürnberg (0:4) und der VfL Bochum (0:1) hatten nach Niederlagen gegen den HSV Protest gegen die Spielwertung eingelegt. Kreuzer wünschte zwar dem HSV und dem Gambier, "dass das im Sand verläuft". Der KSC wolle aber auch nicht der Dumme sein, falls sich die Zweifel an Jattas Identität bestätigen sollten.

Weil die "Sport Bild" über Zweifel an der Identität des HSV-Profis berichtete, untersuchen der Deutsche Fußball-Bund sowie das Bezirksamt Hamburg-Mitte die Berechtigung von Jattas Spielerlaubnis und Aufenthaltsgenehmigung.

KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer (KSC).
via www.imago-images.de
KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer (KSC).

Jatta wurde in Karlsruhe bei jedem Ballbesitz ausgepfiffen. Kreuzer entschuldigte sich für das Verhalten einiger KSC-Fans: "Das war nicht gut von unseren Fans. Da möchte ich mich auch hier dafür entschuldigen."

HSV-Trainer Hecking verteidigt Baka

HSV-Trainer Dieter Hecking verteidigte seinen Spieler nach der Partie erneut und forderte die Behörden auf, die Sache schnell zu klären. "Baka hat alle Dokumente vorgelegt, und sie sind rechtsgültig. Wenn wir dem Staat und den deutschen Behörden nicht mehr vertrauen können, dann können wir nach Hause gehen", sagte Hecking.

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Aufsteiger VfL Osnabrück rutschte dagegen nach dem 0:1 (0:0) beim 1. FC Nürnberg vorerst aus den Aufstiegsrängen. Im dritten Sonntagsspiel setzte sich der SV Sandhausen nach dem Doppelschlag von Philipp Förster (60.) und Kevin Behrens (63.) mit 2:0 (0:0) beim FC Heidenheim durch.

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