2:1-Sieg in Bremen : Gnabrys Doppelpack lässt Bayern aufatmen

Stehen mit für Bayerns Umbruch: Joshua Kimmich (l.) Serge Gnabry und Leon Goretzka (r.).
Stehen mit für Bayerns Umbruch: Joshua Kimmich (l.) Serge Gnabry und Leon Goretzka (r.).

Noch ist der Rekordmeister weit entfernt von seiner Topform, doch ein neues dynamisches Duo deutet sein Potenzial an.

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01. Dezember 2018, 21:47 Uhr

Bremen | Der Jubel nach dem Schlusspfiff war verhalten. Gewonnen, nicht mehr nicht weniger. Der deutsche Rekordmeister quälte sich am Samstagnachmittag in den Schlussminuten zu einem 2:1-Sieg in Bremen und beendete damit seine drei Spiele andauernde sieglose Serie in der Bundesliga.

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Nach dem 5:1-Erfolg unter Woche in der Champions League gegen Benfica war es der nächste kleine Befreiungsschlag für den in der Kritik stehenden Trainer Nico Kovac. Trotzdem bleibt der Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund bei neun Punkten bestehen, da sich die Westfalen im Heimspiel gegen Freiburg keine Blöße gaben (2:0).

Ex-Bremer wird zum Matchwinner

Doch Richtung Tabellenspitze schauen die Bayern aktuell sowieso nicht. Nach vielen unbefriedigenden Spielen in der Bundesliga waren die Münchner froh, endlich mal wieder gewonnen zu haben. Matchwinner für den Rekordmeister war ausgerechnet Serge Gnabry, der in der Saison 2016/17 für Werder Bremen gespielt hat. Der 23-Jährige erzielte beide Bayern-Treffer und machte sein bestes Spiel im Dress der Bayern.

"Ich bin überglücklich über meine zwei Tore heute und dass ich der Mannschaft helfen konnte zu gewinnen. Ich habe heute nur ein bisschen gejubelt aus Respekt. Ich hatte eine gute Zeit hier in Bremen und habe mir deshalb gedacht, dass ich mich zurückhalte", erklärte der Nationalspieler, der in seiner Zeit an der Weser in 27 Einsätzen immerhin elf Treffer verzeichnen konnte.

Bremen seit fünf Spielen ohne Sieg

Werder Bremen war für die Bayern genau der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt. Die seit jetzt fünf Spielen sieglosen Norddeutschen hatten dem Rekordmeister fast nichts entgegenzusetzen, auch wenn sie in der 33. Minute nach einer Fehlerkette der Bayern den 1:1-Ausgleich durch den Japaner Osako erzielen konnten.

16 Partien haben die Bremer nun in Folge gegen die Münchner verloren. Der letzte Sieg datiert aus dem Jahr 2008 als die Grün-Weißen in der Allianz Arena mit 5:2 gewinnen konnten. Im Kader stand damals auch Werders Sportchef Frank Baumann. Der 43-Jährige hatte noch im Interview am Freitag erklärt, dass er immer noch an Bayern München als kommenden Deutschen Meister glaubt – trotz neun Punkten Rückstand.

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Fast wären es sogar elf Punkte gewesen, doch Bremens Kapitän Max Kruse verfehlte das Bayern-Tor 13 Minuten vor dem Ende nur knapp nach einer tollen Vorarbeit des eingewechselten Ex-Bayern Claudio Pizarro.

Gnabry und Coman deuten Potenzial an

Trotz der ansonsten drückenden Überlegenheit mussten die Bayern bis zum Schlusspfiff zittern. Das lag zum einen an der schlechten Chancenauswertung, zum anderen an der noch nicht wieder gewonnenen Leichtigkeit und Souveränität. Es war aber auf jeden Fall ein weiterer Schritt zurück aus der Krise.

Nach dem desaströsen Heimremis gegen Düsseldorf vor einer Woche zog Kovac die richtigen Schlüsse und setzt seitdem auf eine Doppelsechs im defensiven Mittelfeld. Nationalspieler Joshua Kimmich beorderte von der rechten Seite auf die Doppelsechs. Neben Kimmich spielt seit Dienstag auch Nationalmannschaftskollege Leon Goretzka auf dieser Position. Die beiden 23-Jährigen stehen genauso wie Serge Gnabry und der nach schwerer Verletzung zurückgekehrte Franzose Kingsley Coman für Umbruch, den die Bayern vollziehen wollen und müssen.

Für Coman verließ angeschlagen Landsmann Franck Ribery den Platz. Kurz vor dem Abpfiff musste Arjen Robben passen für ihn kam kurzfristig Serge Gnabry zu seinem Startelfeinsatz. Coman und Gnabry zeigte, dass sie auf lange Sicht die Bayern-Urgesteine Ribery und Robben ersetzen können.

Für das Kovac-Team geht es bis zum Ende der Hinrunde jetzt darum den Abstand zum BVB und den anderen Teams etwas zu verringern. Nico Kovac forderte nach dem Bremen-Erfolg eine Siegesserie in noch vier ausstehenden Bundesliga-Spielen. Am Samstag kommt es in der Allianz Arena zum Derby mit dem 1. FC Nürnberg, außerdem geht es vor Weihnachten noch nach Hannover, gegen RB Leipzig und zwei Tage vor Weihnachten gegen die aktuell bärenstarken Frankfurter.

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