Vier Festnahmen in Bulgarien : FIFA schaltet sich nach Rassismus-Skandal ein: Weltweite Sanktionen möglich

Während des Länderspiels in Sofia zeigten einige Stadionbesucher den Hitlergruß.
Während des Länderspiels in Sofia zeigten einige Stadionbesucher den Hitlergruß.

Hitlergrüße und Affenlaute: Die Vorfälle während des Spiels zwischen Bulgarien und England sorgten für Entsetzen.

von
16. Oktober 2019, 07:57 Uhr

Berlin | Die FIFA hat sich nach dem Rassismus-Skandal von Bulgarien eingeschaltet. Der Welt-Verband gehe davon aus, so früh wie möglich über die relevanten Entscheidungen durch die Europäische Fußball-Union in diesem speziellen Fall informiert zu werden. "Das würde auch die Ausweitung von Sanktionen weltweit ermöglichen", hieß es in einer Stellungnahme am Dienstagabend.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen


Am Abend zuvor war es bei der 0:6-Niederlage der Bulgaren gegen England zu rassistischen Vorfällen gekommen. Unter anderem wurde der Hitler-Gruß von Anhängern der Gastgeber gezeigt. Die UEFA erhob auch deswegen am Dienstag Anklage gegen den bulgarischen Verband.

Auch Interessant: "Rechtspopulismus macht sich auch in den Stadien breit"

"Wir sagen so oft, dass es im Fußball keinen Platz gibt für Rassismus, aber dennoch sehen wir uns diesem Problem noch immer ausgesetzt in unserem Sport so wie auch in der Gesellschaft", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. Er sprach von einer "abscheulichen Krankheit", die in manchen Teilen der Welt nur noch schlimmer würde.

Weltweite Verbannungen?

Infantino rief die Fußballverbände auf, neue, stärkere und effektivere Wege zu finden, um den Rassismus im Fußball auszulöschen. Als erste Maßnahme schlug er vor, dass alle Wettkampforganisatoren Regeln in Kraft setzen sollten, um diejenigen lebenslang aus den Stadien zu verbannen, die wegen rassistischen Verhaltens bei einem Fußballspiel für schuldig befunden würden. "Die FIFA kann solche Verbannungen dann weltweit aussprechen", sagte Infantino.

In Bulgarien sind mittlerweile vier bulgarische Fußballfans festgenommen worden. Die Männer werden verdächtigt, an den Entgleisungen im Stadion beteiligt gewesen zu sein. Das teilte die bulgarische Polizei zum Auftakt einer Aktion zur Feststellung der Verantwortlichen für die Rassismus-Vorfälle vom Montagabend im Wassil-Lewski-Stadion in Sofia mit. Die Aktion sollte am Mittwoch weiter gehen.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen