Nachfolger von Jos Luhukay : Kandidat Thioune ging zum HSV: FC St. Pauli hat neuen Trainer gefunden

St. Paulis neuer Chef-Trainer Timo Schultz kommt aus den eigenen Reihen.
St. Paulis neuer Chef-Trainer Timo Schultz kommt aus den eigenen Reihen.

Die Trainersuche beim Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli ist beendet und ein Nachfolger für Jos Luhukay gefunden.

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12. Juli 2020, 11:48 Uhr

Hamburg | Der FC St. Pauli ist auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer in den eigenen Reihen fündig geworden. Der schon seit 15 Jahren für den Verein als Spieler und Coach tätige Timo Schultz tritt die Nachfolge von Jos Luhukay an, von dem sich der Kiezclub nach dem enttäuschenden 14. Platz und heftigen Auseinandersetzungen mit mehreren Führungsspielern am Saisonende getrennt hatte.

Daniel Thioune zum HSV

Der bisherige Nachwuchscoach Schultz erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Er soll bei den Braun-Weißen die eigenen Talente fördern und den von ihm bevorzugten Offensiv-Fußball weiter pflegen. Der Verein hatte auch mit Daniel Thioune gesprochen. Der Trainer entschied sich jedoch für einen Wechsel vom VfL Osnabrück zum Pauli-Stadtrivalen Hamburger SV.

Was der Verein an Timo Schultz schätzt

"Timo ist ein junger Trainer, der den Verein, das Umfeld und die Bedürfnisse bestens kennt und schon im Nachwuchs mit seinen Teams auf die Spielweise gesetzt hat, die wir favorisieren: einen aktiven, offensiv ausgerichteten Fußball", sagte Sportchef Andreas Bornemann in einer Vereinsmitteilung am Sonntag über den 42-Jährigen.

Timo Schultz genießt im Verein einen guten Ruf.
Thomas Eisenhuth/dpa
Timo Schultz genießt im Verein einen guten Ruf.


Schultz habe bewiesen, "dass er Teams weiterentwickeln und stabilisieren kann. Er passt also mit seiner Idee und seinem Bestreben zu uns und unseren Zielen", betonte Bornemann. Clubchef Oke Göttlich begrüßte dessen Entscheidung, einen Mann aus den eigenen Reihen zu befördern.

Timo Schultz war bereits zuvor Kandidat für den Posten

"Der Verein hat sich auf die Fahne geschrieben, nicht nur Spieler, sondern auch seine Trainer auszubilden", betonte Göttlich. Für Schultz selbst stand es "außer Frage", das Angebot seines Clubs anzunehmen. "Nach vielen Jahren im Nachwuchsleistungszentrum ist es für mich der ideale Einstieg ins Profigeschäft", sagte Schultz, der schon öfter als möglicher Kandidat für den Cheftrainerposten galt.

Sein Vorgänger Luhukay hatte sich mit diversen Leistungsträgern und der Presse angelegt und trotz der beiden prestigeträchtigen 2:0-Siege im Stadtderby gegen den HSV nicht im Amt gehalten.

Jos Luhukay.
Stuart Franklin/Getty-Pool/dpa
Jos Luhukay.


"Nach der letzten Saison gehen wir natürlich mit einer gewissen Demut, aber auch mit klaren Ideen in die neue Spielzeit. Ich freue mich auf meine neue Mannschaft und kann es kaum erwarten, mit den Jungs zusammen etwas zu entwickeln, was unsere Fans glücklich macht", sagte Schultz, nachdem sich der Kiezclub den Klassenverbleib erst am vorletzten Spieltag gesichert hatte.

Die Laufbahn vonTimo Schultz

Der im ostfriesischen Wittmund geborene Chefcoach ist ein Ur-St.-Paulianer. In seiner aktiven Laufbahn absolvierte der Mittelfeldmann 138 Spiele bei den Profis und 18 Partien im zweiten Team. Nach seiner aktiven Karriere betreute er zunächst für ein Jahr als Assistent von Jörn Großkopf die zweite FCSP-Mannschaft und war zugleich Teammanager bei den Profis (2011/2012), dann sammelte er bis 2014 als Co-Trainer unter Michael Frontzeck, Roland Vrabec, Thomas Meggle und André Schubert weitere Erfahrungen. 2015 ging er in den Nachwuchsbereich und übernahm das Bundesliga-Team der U17. 2018 schloss Schultz seine Lizenz zum Fußballlehrer erfolgreich ab, seit 2019 trainierte er die U19 in der Junioren-Bundesliga. Nun ist er ganz oben angekommen.

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