Krise beim FC Bayern : Hoeneß schimpft: "Was heute passiert ist, ist nicht akzeptabel"

Uli Hoeneß war nach dem 3:3 gegen Düsseldorf laut eigener Aussage 'geschockt'.
Uli Hoeneß war nach dem 3:3 gegen Düsseldorf laut eigener Aussage "geschockt".

Der FC Bayern in der Krise: Nach dem Remis gegen Düsseldorf kündigt Präsident Hoeneß eine radikale Analyse an.

svz.de von
24. November 2018, 19:44 Uhr

München | "Bis aufs Blut" werde er Trainer Niko Kovac verteidigen. Diese martialische Aussage wiederholte Bayern-Präsident Uli Hoeneß in den vergangenen Wochen mehrfach. Auch als die Bayern-Krise vor der Länderspielpause beim 2:3 im Topspiel bei Borussia Dortmund ihren – vorläufigen – negativen Höhepunkt erreicht hatte, stärkte Hoeneß die Position des Coaches.

Nun, da sich die Münchner am 12. Spieltag mit dem 3:3 im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf den nächsten schlimmen Patzer leisteten und der Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund bereits auf neun Punkte angewachsen ist, klingt Hoeneß nicht mehr ganz so überzeugt – und bei der Rückendeckung für Niko Kovac beinahe schon so blutleer, wie die Leistung der Mannschaft im Spiel gegen die Rheinländer.

"Das ist im Moment kein Thema. Im Moment ist es kein Thema", sagte Hoeneß, nachdem er zu einer möglichen Entlassung von Kovac befragt wurde. Angesichts des engen Terminplans der Münchner versicherte Hoeneß aber: "Niko Kovac wird auch beim Champions-League-Spiel am Dienstag gegen Benfica auf der Bank sitzen."

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Dennoch klang Hoeneß beinahe verzweifelt: "Heute ist ein schwerer Tag für uns. Ich war beim 3:3 geschockt, ich dachte, die Welt geht unter. Das was heute passiert ist, ist absolut nicht akzeptabel. Es gibt intern Gesprächsbedarf."

Hoeneß: "Der eine oder andere Spieler muss über sich nachdenken"

Der einmal mehr enttäuschte Auftritt der Mannschaft stellte nicht nur die Bayern-Fans vor ein Rätsel, auch der Club-Patron fragt sich, was derzeit los ist. "Was ich beim ersten Gegentor gesehen habe, kenne ich eigentlich nur aus Slapstick-Filmen", sagte Hoeneß beispielsweise über den ersten Streich des dreifachen Torschützen Dodi Lukebakio, der Verteidiger Jerome Boateng schlecht hatte aussehen lassen.

Hoeneß kündigte eine umfassende Analyse der derzeitigen Lage an. "Man hat das Gefühl, dass die Mannschaft total verunsichert ist. Wir werden versuchen herauszufinden, was da los ist. Warum wir einen so uninspirierten Fußball spielen." Dabei stehe laut Hoeneß nicht nur der Trainer im Fokus: "Es gibt den einen oder anderen Spieler, der auch über sich nachdenken muss."

Auf die Frage, ob der Trainer Niko Kovac beim FC Bayern gescheitert sei, antwortete Hoeneß: "Das kann ich jetzt nicht sagen. Wir müssen beim FC Bayern jetzt alles hinterfragen, warum wir so spielen, wie wir spielen. Wir können nicht sagen: Das wird schon werden. Wir müssen die nächsten Tage, vielleicht auch Wochen dazu verwenden, um die richtige Lösung zu finden. Wir müssen zu einem Ergebnis kommen. Daran müssen wir arbeiten."

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