Bayern-Patron im Angriffsmodus : Hoeneß verät: Diesen Spieler würde ich am liebsten kaufen

Uli Hoeneß ist Fan von Kylian Mbappé.
Uli Hoeneß ist Fan von Kylian Mbappé.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat verraten, welchen Spieler er am liebsten sofort verpflichten würde.

svz.de von
16. April 2019, 05:54 Uhr

München | Für Uli Hoeneß ist der FC Bayern München der Motor beim Neuaufbau einer wieder titelfähigen Fußball-Nationalmannschaft. "Beim DFB in Frankfurt sollten sie einige Kerzen aufstellen, dass der FC Bayern für neue Erfolge genug Spieler parat hat", sagt der Vereinspräsident im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Als Beleg für die Bedeutung des deutschen Rekordmeisters für die DFB-Auswahl führt der Weltmeister von 1974 neben früheren WM-Teams den jüngst geglückten Start in die Qualifikation für die EM 2020 an.

"Beim DFB sollten sie einige Kerzen aufstellen"

"Beim tollen 3:2 im Länderspiel in den Niederlanden standen fünf Bayern-Spieler in der Startelf, darunter nur der ältere Manuel Neuer sowie vier Junge: Joshua Kimmich, Niklas Süle, Leon Goretzka und Serge Gnabry, alle Jahrgang 1995. Kein anderer Verein stellte mehr als einen Spieler", betont Hoeneß.

Ausgerechnet dem Verein, dem vorgeworfen worden sei, den personellen Umbruch nicht geschafft zu haben, erfreue nach dem WM-Desaster 2018 in Russland am meisten beim Neuaufbau der Nationalmannschaft, hält der 67-Jährige fest. Vor den ersten Länderspielen des Jahres hatte Bundestrainer Joachim Löw zudem die drei langjährigen Bayern-Profis Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller aussortiert.

"Für Mbappé fehlt uns das notwendige Geld"

"Die Nationalmannschaft hat immer dann ihre erfolgreichsten Phasen, wenn der FC Bayern genügend Spieler liefert", meint Hoeneß: "Ich denke an die WM-Titel 1974 und 2014, auch 1990 hatte der Kern eine prägende Vergangenheit bei uns. Wir sind gerade dabei, wieder zu liefern." Als mögliche Zugänge des FC Bayern werden kurz- oder mittelfristig weitere Nationalspieler wie Timo Werner (23) von RB Leipzig oder der Leverkusener Kai Havertz (19) gehandelt.

Hoeneß schwärmt übrigens für den französischen Fußball-Weltmeister Kylian Mbappé. "Mbappé würde ich sofort kaufen. Der Spieler ist toll", sagt Hoeneß über den 20 Jahre alten Jungstar von Paris Saint Germain. "Aber für den fehlt uns das notwendige Geld", ergänzt der Präsident des deutschen Rekordmeisters.

Kylian Mbappé. Foto: imago images / E-PRESS PHOTO.com
Laurent Guerin/E-PRESS PHOTO.COM
Kylian Mbappé. Foto: imago images / E-PRESS PHOTO.com

PSG hatte für den Stürmer schon vor knapp zwei Jahren 180 Millionen Euro an den AS Monaco bezahlt. Der Marktwert von Mbappé wird inzwischen auf deutlich über 200 Millionen Euro taxiert.

"Jetzt liefern wir und die Leute schreien"

Die Bayern haben für die kommende Saison gerade für eine Rekordsumme von 80 Millionen Euro Mbappés Landsmann und Weltmeister-Kollege Lucas Hernández (23) von Atlético Madrid verpflichtet. Die Marke von 100 Millionen Euro für einen Spieler werde der Bundesliga-Krösus aber nicht schon in der anstehenden Transferperiode knacken, erklärt Hoeneß: "Dieses Jahr sicherlich nicht. Und ich muss zugeben, auch 80 Millionen hätte ich mir vor zehn Jahren nicht vorstellen können."

Hoeneß zeigt sich verwundert, dass die Rekordausgabe von 80 Millionen Euro für Hernández in Deutschland so kritisch bewertet wurde. "Vor kurzem hieß es noch, mit seiner vorsichtigen Transferpolitik habe der FC Bayern keine Chance mehr, in die Phalanx der englischen und spanischen Topclubs sowie von Paris Saint-Germain einzudringen. Jetzt liefern wir, und die Leute schreien: Wie kann man für einen Spieler 80 Millionen ausgeben?"

Die neuen finanziellen Dimensionen auf dem Transfermarkt haben für Hoeneß (67) auch damit zu tun, "dass ausländische Investoren, Oligarchen, amerikanische Hedgefonds und sogar ganze Staaten wie Abu Dhabi und Katar ins Fußballgeschäft eingestiegen sind".

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