Theater beim Rekordmeister : Nach Prügelei im Bayern-Training: So reagiert Kovac

Robert Lewandowski (l.) und Kingsley Coman gerieten am Mittwoch im Training aneinander. Bei dem Foto handelt es sich um eine ältere Aufnahme.
Robert Lewandowski (l.) und Kingsley Coman gerieten am Mittwoch im Training aneinander. Bei dem Foto handelt es sich um eine ältere Aufnahme.

Trotz ihrer Prügelei im Training kommen die Bayern-Stars Robert Lewandowski und Kingsley Coman ohne Strafe davon.

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12. April 2019, 14:55 Uhr

München | Der FC Bayern ist nicht gerade bekannt dafür, seinen Spielern nach Fehlverhalten Geldstrafen aufzubrummen. So musste Philipp Lahm einmal tief in die Tasche greifen, nachdem er 2009 die Bayern-Führung kritisiert hatte. Der Kapitän wurde damals zu einer Rekordstrafe von 50.000 Euro verdonnert.

Doch meist kommen die Spieler ungeschoren davon, wenn sie sich einen Bock leisten. So wie vor nicht allzu langer Zeit Franck Ribéry, der sich innerhalb kürzester Zeit zwei Aussetzer leistete: erst verpasste er einem Journalisten eine Ohrfeige, dann beschimpfte er seine Kritiker mit einem Post auf Instagram auf übelste Weise. Beide Male ahndete der Verein die Undiszipliniertheiten des Franzosen nicht.

Keine Strafe für Lewandowski und Coman

Genau so verfährt der Rekordmeister nun beim jüngsten Eklat: Nachdem sich Robert Lewandowski und Kingsley Coman am Mittwoch im Training geprügelt hatten, kommen beide Missetäter mit einer Ermahnung davon. "Wir haben das nach dem Training besprochen. Die beiden haben sich danach entschuldigt", erklärte Bayern-Trainer Niko Kovac am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel am Sonntag bei Fortuna Düsseldorf (15.30 Uhr).

Damit hat sich der Fall offenbar erledigt. Kovac: "Das ist unter Männern geregelt worden. Es wird keine Geldstrafe geben, weil die Jungs einsichtig waren."

Beide Spieler waren im Geheimtraining am Mittwoch handgreiflich geworden und konnten erst nach dem Einschreiten mehrerer Mitspieler voneinander getrennt werden. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, knistert es bereits seit längerer Zeit zwischen dem Polen und dem Franzosen: Während Lewandowski Coman zu viel Eigensinn vorwirft, soll der Flügelflitzer die häufig despektierliche Art des Angreifers missfallen.

Trainer Kovac gewinnt der körperlichen Auseinandersetzung im Meisterschaftsendkampf sogar etwas Positives ab. "Training, Emotionen! Aber man kann es auch positiv sehen, wir leben."

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