Einordnung von Transfermarkt-Experte : Bayerns vermeintlicher "Plan B" mit Dembélé: "Eher unwahrscheinlich"

Ist das vermeintliche Dembélé-Interesse des FC Bayern realistisch und ein Transfer gar wahrscheinlicher als eine Verpflichtung Leroy Sanés?
Ist das vermeintliche Dembélé-Interesse des FC Bayern realistisch und ein Transfer gar wahrscheinlicher als eine Verpflichtung Leroy Sanés?

Was ist dran an den Spekulationen um einen Dembélé-Wechsel zum FC Bayern? Ein Transfermarkt-Experte ordnet ein.

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26. Juni 2019, 12:17 Uhr

München | Während Borussia Dortmund mit Mats Hummels (Bayern München), Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) und Co. für die Mission Meisterschaft personell aufrüstet, gibt sich der FC Bayern München bis dato verhalten auf dem Transfermarkt. Mit Benjamin Pavard (VfB Stuttgart) und Lucas Hernández (Atlético Madrid) stellte der Rekordmeister bislang nur zwei namhafte Neuzugänge vor. Laut "Sport Bild" beschäftigen sich die Verantwortlich des FCB nun mit einer durchaus brisanten Personalie: Ousmane Dembélé.

Ousmane Dembélé konnte sich bislang nicht entscheidend durchsetzen beim FC Barcelona. Foto: imago images ZUMA Press
imago images / ZUMA Press
Ousmane Dembélé konnte sich bislang nicht entscheidend durchsetzen beim FC Barcelona. Foto: imago images ZUMA Press

Der 22-Jährige gilt demnach als "Plan B", sollte eine Verpflichtung Leroy Sanés von Manchester City scheitern. Letzterer ist auf der Suche nach Verstärkung auf den Flügeln der Wunschkandidat bei den Bayern, der Transfer gestaltet sich allerdings kompliziert. Als Befürworter einer Verpflichtung von Dembélé (FC Barcelona) soll der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge gelten.

Was ist dran an den Spekulationen um Dembélé?

Aber ist das Dembélé-Interesse realistisch und ein Transfer gar wahrscheinlicher als eine Verpflichtung Sanés? Der Franzose war 2017 für rund 125 Millionen Euro Ablöse vom BVB nach Barcelona gewechselt, bei den Katalanen besitzt er aktuell noch Vertrag bis 2022. Die Bayern müssten also zweifelsfrei tief in die Tasche greifen, um den 22-Jährigen loszueisen.

„Der FC Bayern wollte Dembélé laut Ex-Direktor Michael Reschke im Jahr 2016 unbedingt und versuchte alles, um den Franzosen an die Säbener Straße zu holen. Vergeblich, weil der Flügelstürmer lieber zum BVB ging. Mittlerweile liegt der Marktwert Dembélés bei 100 Millionen Euro. Eher unwahrscheinlich, dass die Bayern für ihren vermeintlichen ‚Plan B‘ eine derart hohe Summe auf den Tisch legen", erklärt Philipp Marquardt, Experte von Transfermarkt.de im Gespräch mit unserer Redaktion.

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Marquardt bezweifelt, dass der FC Bayern ernsthaft um den 21-fachen Nationalspieler der "Èquipe Tricolor" buhlt: "Stattdessen wird man wohl bei ManCitys Leroy Sané noch einmal alle Hebel in Bewegung setzen – oder sich eine günstigere Alternative suchen.“

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Der Problemfall Dembélé

Dembélé, der sich bereits vom BVB zu Barca "wegstreikte", besitzt dem Vernehmen nach kein gutes Standing beim FC Barcelona. Überzeugen konnte er sportlich seit seinem Wechsel nicht, eher fällt er regelmäßig durch Undiszipliniertheiten auf. So bekam Dembélé Ende 2018 beispielsweise eine Strafe von 100.000 Euro aufgebrummt, weil er an einem Sonntag zwei Stunden zu spät zum Training erschienen war. Auch in der Bundesliga hatte er während seiner Zeit beim BVB keinen guten Eindruck neben dem Platz hinterlassen.

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