Trainingslagerboykott : Aus ethischen Gründen: Fußball-Nationalspieler verweigert Reise nach Katar

Riku Riski erzielte in bislang 28 Länderspielen vier Tore.
Riku Riski erzielte in bislang 28 Länderspielen vier Tore.

Er könne es mit seinen Werten nicht vereinbaren, in ein solches Land zu reisen, sagte der finnische Nationalspieler.

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08. Januar 2019, 16:35 Uhr

Helsinki | Der finnische Fußball-Nationalspieler Riku Riski ist aus ethischen Gründen nicht mit seinem Team zu einem Trainingslager nach Katar gereist. "Die Ursachen hinter meinem Beschluss sind ethischer Natur gewesen. Ich denke, das waren Werte, an denen ich festhalten will", sagte der 29 Jahre alte Stürmer von HJK Helsinki nach Angaben des finnischen Rundfunks Yle der Zeitung "Helsingin Sanomat". Er habe die Angelegenheit mit Nationaltrainer Markku Kanerva und Teamleiter Lennart Wangel besprochen, die seinen Standpunkt verstanden hätten, jedoch anderer Ansicht gewesen seien.

Mannschaftskapitän hat nur teilweise Verständnis

Kanerva respektierte die Entscheidung seines Angreifers, wies jedoch auf die Bedeutung des Trainingslagers für die anstehende EM-Qualifikation hin. Riski werde vermisst, aber nicht aus der Mannschaft ausgeschlossen, erklärte der Coach.

Das Trainingslager in Katar hatte seit der Bekanntgabe Ende November für heftige Kritik in Finnland gesorgt. Dem WM-Gastgeber 2022 werden Menschenrechtsverstöße vorgeworfen, beim Bau der Stadien für die Weltmeisterschaft sollen Arbeiter wie Sklaven behandelt worden und viele von ihnen ums Leben gekommen sein.

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Finnlands Mannschaftskapitän Tim Sparv sagte dazu der Nachrichtenagentur SPT: "Es ist gut, dass auf das Thema aufmerksam gemacht wird und dass man sich fragt, was wir in der Zukunft machen können." Katar müsse bei den Menschenrechten einiges verbessern, auch wenn er dazu nicht genau informiert sei. "Und es würde mir nie einfallen, Nein zur Nationalmannschaft zu sagen, wenn ich für ein Trainingslager nominiert werde", so Sparv.

Riski steht derzeit bei HJK Helsinki unter Vertrag. Für die finnische Nationalmannschaft absolvierte er bislang 28 A-Länderspiele und erzielte dabei vier Tore.

In den sozialen Netzwerken hierzulande stieß die Nachricht aus Finnland auf viel positive Resonanz:

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