Spielabbruch nach Körperverletzung : Jagdzenen in der Kreisliga: Polizei rückt aus, Schiedsrichter im Krankenhaus

Spielabbruch in der Fußball-Kreisliga: Nach einer Roten Karte attackierte ein Spieler den Schiedsrichter.
Spielabbruch in der Fußball-Kreisliga: Nach einer Roten Karte attackierte ein Spieler den Schiedsrichter.

Ein Spieler hatte den Schiedsrichter attackiert, dann war es auf dem Platz zu tumultartigen Szenen gekommen.

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17. Juni 2019, 17:42 Uhr

Duisburg | Nach schweren Attacken gegen zwei Schiedsrichter bei einem Amateur-Fußballspiel in Duisburg ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen einen Co-Trainer und zwei Spieler. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Montag.

Was war passiert?

In der Partie zwischen dem TuS Asterlagen und dem Büdericher SV ging es am Samstag um den Aufstieg in die Kreisliga A. Der Schiedsrichter hatte nach Angaben von Staffelleiter Peter Hanisch im Spielverlauf bereits zwei rote Karten wegen Tätlichkeiten gegen Asterlagener Spieler verhängt. Einem der beiden war daraufhin der Kragen geplatzt, er attackierte den Referee noch auf dem Platz. Es kam innerhalb kürzester Zeit zu tumultartigen Szenen, ein noch unbekannter Mann habe sogar auf einen Linienrichter eingetreten. Auf Fotos des Spiels, die die "WAZ" veröffentlichte, sind regelrechte Jagdszenen zu sehen. Die beiden Unparteiischen konnten laut Polizei in einen Vereinsraum flüchten.

Der Schiedsrichter und ein Assistent wurden dabei so schwer verletzt, dass sie zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden mussten, wie Schiedsrichter-Obmann Jakob Klos mitteilte. Der Verein TuS Asterlagen gab bei Facebook ein Statement zu dem Vorfall ab:

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Mehrere Streifenwagen im Einsatz

Der Fall soll bereits an kommenden Mittwoch vor dem Sportgericht des Fußballkreises in Moers verhandelt werden. Ermittelt werde nun laut Polizeiangaben auch wegen des Verdachts der "gefährlichen Körperverletzung" gegen einen Co-Trainer und zwei Spieler. Mehrere Streifenwagen waren zu dem Fußballplatz geeilt, um die Lage zu beruhigen.

Dass die Emotionen hochkochten, hing sicherlich auch mit der sportlichen Brisanz des Spiels zusammen: Der TuS Asterlagen hätte mit einem 8:0-Sieg noch in die Kreisliga A aufsteigen können. Die Vorfälle hatten sich in der 78. Minute beim Spielstand von 3:0 ereignet. Nach Angaben des Fußballverbands Niederrhein sind bei der Verhandlung vor dem Kreissportgericht alle Beteiligten als Zeugen geladen. Möglicherweise werde noch am gleichen Abend eine Entscheidung getroffen, sagte Verbandssprecher Henrik Lerch der "Welt". Mögliche Konsequenzen seien eine Geldstrafe für den Verein sowie Spiel- und Platzverbote.

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