Europa-League-Partie : Eintracht-Frankfurt-Fans dürfen am Spieltag nicht in Marseille sein

Anhänger von Eintracht Frankfurt dürfen ihre Mannschaft beim Europa-League-Spiel gegen Olympique Marseille nicht vor Ort unterstützen. Foto: imago/DeFodi
Anhänger von Eintracht Frankfurt dürfen ihre Mannschaft beim Europa-League-Spiel gegen Olympique Marseille nicht vor Ort unterstützen. Foto: imago/DeFodi

Weil Gegner Olympique Marseille ein Geisterspiel austragen muss, blicken Anhänger von Eintracht Frankfurt in die Röhre.

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18. September 2018, 17:50 Uhr

Frankfurt | Vor dem Europa-League-Auftaktspiel von Eintracht Frankfurt in Marseille hat die zuständige Präfektur ein Aufenthaltsverbot für Fans des DFB-Pokalsiegers im gesamten Stadtgebiet erlassen. Am Donnerstag dürfen demnach von 8 Uhr bis 24 Uhr keine Eintracht-Fans in die südfranzösische Metropole kommen. Verstöße gegen das Aufenthaltsverbot können Haftstrafen und/oder empfindlich hohe Geldstrafen nach sich ziehen.

Kritik vom Eintracht-Vorstand

"Ein komplettes Stadtbetretungsverbot für unsere Anhänger zu erlassen, stellt einen völlig unangemessenen und rechtsstaatlich hochgradig bedenklichen, wenn nicht unzulässigen Eingriff in die Rechte eines jeden einzelnen dar", kritisierte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann am Dienstag die Maßnahme der französischen Verwaltung. (Weiterlesen: Paco Alcácer trifft bei BVB-Debüt: 3:1 gegen Eintracht Frankfurt)

Die Partie am Donnerstag (18.55 Uhr) beim Vorjahresfinalisten Olympique Marseille findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. "Unsere Fans wollten nicht nach Marseille, um dort Ärger zu suchen, sondern um die Mannschaft durch Europa zu begleiten und trotz Zuschauerausschlusses zumindest in derselben Stadt zu sein", sagte Hellmann.

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Der Erlass stelle die Eintracht-Anhänger unter Generalverdacht, "dem wir in aller Klarheit widersprechen", so Hellmann. Er sieht zugleich dringenden Handlungsbedarf bei der UEFA. "Im Ergebnis sperrt man uns als völlig unbeteiligte Dritte nicht nur von einem Spiel, sondern aus einer ganzen Stadt aus. So kann das nicht weitergehen."

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