Kein Interesse an Fan-Dialog : Nach Hass und Unterbrechungen: Dietmar Hopp meldet sich zu Wort

Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp hat kein Interesse an einem Austausch mit den Fans.
Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp hat kein Interesse an einem Austausch mit den Fans.

Dietmar Hopp hat auf die Beleidigungen des Wochenendes reagiert – und einem neuen Fan-Dialog eine Absage erteilt.

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01. März 2020, 19:54 Uhr

Sinsheim | In einem Interview, das auf der Vereinshomepage der TSG 1899 Hoffenheim veröffentlicht worden ist, sagte Hopp: "Ich lasse mich von diesen Chaoten in meinem Handeln, weder sportlich noch gesellschaftlich beeinflussen und vertreiben, obwohl mir von Dortmunder Seite am 20. Dezember gewünscht wurde, dass das zurückliegende Weihnachtsfest mein letztes sein möge."

Mönchengladbacher Ultras zeigen ein Transparent mit dem Konterfei von Dietmar Hopp, woraufhin Schiedsrichter Brych das Spiel unterbrochen hatte. Foto: dpa/Roland Weihrauch
dpa/Roland Weihrauch
Mönchengladbacher Ultras zeigen ein Transparent mit dem Konterfei von Dietmar Hopp, woraufhin Schiedsrichter Brych das Spiel unterbrochen hatte. Foto: dpa/Roland Weihrauch

An Gesprächen mit Fans und Fan-Vertretern hat der 79-Jährige keine Interesse mehr: "Ich hatte im Jahr 2010 schon mal ein solches Gespräch, bei dem rein gar nichts herauskam, weil die Herren ihre vorgefertigte Meinung vertraten und sich nicht einen Millimeter bewegen wollten."

Hopp sagte, dass die Beleidigungen nach einem Treffen mit Vertretern des BVB-Fan-Forums schwatzgelb.de noch zugenommen habe. Hopp sagte: "Ich sehe keinen Sinn darin, mich mit Menschen auseinanderzusetzen, denen ich noch nie etwas getan habe, die mich seit Jahren grundlos massiv beleidigen und gar keinen Konsens wollen."

Hopp forderte, dass auch andere Vorfälle in Fußballstadien hart sanktioniert werden müssten, besonders "rassistische und homophobe Beleidigungen".

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Wegen Schmähungen durch Anhänger des FC Bayern war am Samstag die Partie der Münchner bei der TSG zweimal unterbrochen worden. Die Bayern-Führungsriege und zahlreiche Spitzenfunktionäre hatten sich daraufhin mit Hopp solidarisiert. Hopp sagte, er habe seitdem "eine Sympathiewelle ohnegleichen erleben" dürfen, aber auch "viel Unverständnis, dass in einem zivilisierten Land so etwas geschehen kann."

Dietmar Hopp (Mitte, links) wird von Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern München) umarmt. Foto: dpa/Revierfoto
dpa/Revierfoto
Dietmar Hopp (Mitte, links) wird von Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern München) umarmt. Foto: dpa/Revierfoto

Auch in anderen Stadien gab es Fan-Attacken gegen Hopp und den Deutschen Fußball-Bund. Dort hatten die Schiedrichter die Spiele teilweise für mehrere Minuten unterbrochen.

Bayer Leverkusens Trainer Peter Bosz sagte nach dem 1:1 seines Teams im Bundesligaspiel bei RB Leipzig am Sonntag: "Ich habe mit Menschen gesprochen, die Herrn Hopp kennen. Ich verstehe nicht, was hier in Deutschland passiert." In diesem Spiel gab es allerdings keine Unterbrechungen.

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