Von der 3. Liga in die Bundesliga : Das Wunder des SC Paderborn: Die Chronik einer verrückten Reise

Der SC Paderborn spielt kommende Saison in der Bundesliga.
Der SC Paderborn spielt kommende Saison in der Bundesliga.

Von der Fußball-Bundesliga bis fast in die Viertklassigkeit und zurück. Der SC Paderborn blickt auf intensive Jahre.

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20. Mai 2019, 06:05 Uhr

Paderborn | Innerhalb von nur fünf Spielzeiten spielte der SC Paderborn in der Fußball- Bundesliga, der 2. Bundesliga und in der 3. Liga. Sportlich waren die Ostwesftalen in der Saison 2016/17 sogar in die Regionalliga abgestiegen. Da der TSV 1860 München selbst die Lizenz nicht erhielt, durfte Paderborn in der 3. Liga bleiben. Und nun das: Als Zweitliga-Aufsteiger sicherte sich die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart den Bundesliga-Aufstieg.

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Der SC Paderborn ist die achte Mannschaft, die den direkten Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga geschafft hat. Bisher brachten nur Fortuna Düsseldorf (1994/95), Arminia Bielefeld (1995/96), der 1. FC Nürnberg (1997/98), der SSV Ulm (1998/99), die TSG Hoffenheim (2007/08) und der SV Darmstadt 98 dieses Kunststück zustande.

In einer Saison, in der mit dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV die beiden direkten Aufsteiger bereits vor der Saison laut Expertenmeinung festgestanden hatten, setzte sich der Aufsteiger Paderborn hinter Köln als Tabellenzweiter durch – die verrückte Chronik der Ostwestfalen:

2013/14: Nach fünf Spielzeiten in der 2. Bundesliga schafft der SCP als Tabellenzweiter erstmals den Aufstieg in das Fußball-Oberhaus. Der Start in das Abenteuer übertrifft alle Erwartungen: Am Ende des vierten Spieltages führt das Team von Trainer André Breitenreiter die Tabelle an. Doch die Hoffnungen auf den Klassenverbleib erfüllen sich nicht: Das 1:2 zum Saison-Kehraus gegen den VfB Stuttgart besiegelt den Abstieg des Schlusslichts.

2015/16: Mit der Rückkehr in die 2. Bundesliga beginnt der freie Fall. Den kann auch das Experiment, von Mitte Oktober 2015 an auf den einstigen Weltklasseprofi Stefan Effenberg als Coach zu setzen, nicht aufhalten. Bereits Anfang März wird die Zusammenarbeit mit dem Trainer-Debütanten wieder beendet. Als Tabellenletzter geht es in die 3. Liga.

2016/17: Der Abwärtstrend geht weiter und endet auf Rang 18. Damit steht der dritte sportliche Abstieg in Serie eigentlich fest. Nur weil der TSV 1860 München keine Lizenz erhält, bleibt Paderborn drin.

2017/18: Aus dem Fast-Absturz in die Viertklassigkeit zieht Paderborn die richtigen Lehren. Der im März 2017 eingestellte Sport Geschäftsführer Markus Krösche erweckt den schwer angeschlagenen Problemfall im Zusammenspiel mit dem rund einen Monat später verpflichteten Coach Steffen Baumgart zu neuem Leben. Am Ende der Saison kehren die Ostwestfalen zurück in die 2. Liga.

2018/19: Kaum jemand hat den Aufsteiger auf der Rechnung. Schließlich rangiert er am Ende der Hinrunde auf Tabellenplatz sieben und liegt elf Punkte von einem direkten Aufstiegsplatz entfernt. Doch als bestes Rückrundenteam lässt Paderborn selbst den höher gehandelten Herbstmeister Hamburger SV hinter sich und kehrt in die Bundesliga zurück.

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