Champions League kompakt : Kung-Fu-Tritt von Müller, traumhaftes Sané-Tor und historische Real-Pleite

In der Höhe hat das Bein von Thomas Müller nicht wirklich was zu suchen.
In der Höhe hat das Bein von Thomas Müller nicht wirklich was zu suchen.

Bayern macht in einem Wahnsinns-Spiel den Gruppensieg klar, Sané schießt Hoffenheim aus den europäischen Wettbewerben.

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12. Dezember 2018, 23:23 Uhr

Hamburg | Während einige Spiele an diesem Champions-League-Abend vor sich hin plätscherten, war bei Bayerns Gastspiel bei Ajax Amsterdam Dampf unterm Kessel. Neben zwei Roten Karten gab es zudem zwei Elfmeter und sechs Tore. Durch das 3:3-Unentschieden sind die Münchner am Ende Gruppensieger. Das war der Champions-League-Abend:

Die Szene des Abends

Für dieses Foul an Nicolas Tagliafico (links) erhält Thomas Müller die rote Karte.
imago/Avanti
Für dieses Foul an Nicolas Tagliafico (links) erhält Thomas Müller die rote Karte.

Es sollte der Abend von Thomas Müller werden: Mit 105. Champions-League-Spielen zog er mit Philipp Lahm als Rekordspieler der Bayern in der Königsklasse gleich. Doch für ihn endete der Abend vorzeitig. Nach einem Kung-Fu-Tritt vom Feinsten, bei dem er Tagliafico mit offener Sohle am Kopf traf, sah Müller in der 75. die Rote Karte. Der Linksverteidiger von Ajax blutete heftig am Kopf, die Wunde musste getackert werden.

Die Ergebnisse des Abends

Gruppe E

Ajax Amsterdam – FC Bayern München: 3:3

Benfica Lissabon – AEK Athen: 1:0

Gruppe F

Manchester City – TSG Hoffenheim: 2:1

Schachtar Donezk – Olympique Lyon: 1:1

Gruppe G

Real Madrid – ZSKA Moskau: 0:3

Viktoria Pilsen – AS Rom: 2:1

Gruppe H

FC Valencia – Manchester United: 2:1

Young Boys Bern – Juventus Turin: 2:1

Spieler des Abends

Manchester Citys Leroy Sané.
imago/PA Images
Manchester Citys Leroy Sané.

Leroy Sané machte den Sieg für Manchester City gegen Hoffenheim fast im Alleingang klar. Kurz vor dem Halbzeitpfiff legte sich der Nationalspieler 20 Meter vor dem Kasten der Hoffenheimer den Ball zurecht und lenkte den Freistoß traumhaft ins rechte Eck. Einen von ihm selbst eingeleiteten Konter schloss er in der zweiten Halbzeit selbst zum zwischenzeitlichen 2:1 ab.

Unglücksraben des Abends

Die Moskauer bejubeln einen Treffer gegen Real Madrid. Foto: imago/Agencia EFE
imago/Agencia EFE
Die Moskauer bejubeln einen Treffer gegen Real Madrid. Foto: imago/Agencia EFE

Sechs Punkte hat ZSKA Moskau in der Vorrunde gegen Real Madrid eingefahren. Während es im Hinspiel einen 1:0-Heimsieg gab, gewannen die Russen das Rückspiel im Bernabéu mit 3:0. Doch auch zwei Siege gegen den amtierenden Champions-League-Sieger halfen den Moskauern nicht. Weil Viktoria Pilsen zeitgleich gegen AS Rom gewann, wurden sie in der Gruppe G Letzter. Trotzdem jubelten die Russen ausgiebig. Sie bescherten Real die höchste Heimniederlage in der Champions-League-Geschichte.

Die besten Tweets des Abends

Mit Blick auf den Hashtag #zsmm, den der DFB während der WM etablieren wollte, gab es eine neue Idee

Die Frage ist berechtigt.

Lisas oder Thomas Jahr?

Stimmen zu den deutschen Spielen

Niko Kovac (FCB-Trainer): "Wir haben ein sensationell gutes Spiel gesehen, das war Werbung für den Fußball. Die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen."

Julian Nagelsmann (Hoffenheim-Trainer): "Der Stolz überwiegt heute auf jeden Fall. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und waren lange auf Augenhöhe. Wir sind verdient in Führung gegangen und haben über weite Strecken wenig zugelassen."

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