Champions League : Coman-Verletzung überschattet Bayerns Rekordsieg

Bayern-Star Kingsley Coman hat sich im Champions-League-Spiel gegen Tottenham Hotspur eine Knieverletzung zugezogen.
Bayern-Star Kingsley Coman hat sich im Champions-League-Spiel gegen Tottenham Hotspur eine Knieverletzung zugezogen.

"Diese Verletzung überschattet das ganze Spiel", sagte Bayern-Trainer Hansi Flick zum Unglück von Kingsley Coman.

von
12. Dezember 2019, 06:56 Uhr

München | Nach der Rekord-Gruppenphase mit sechs Siegen und 24:5 Toren warten die Bayern gespannt auf die Achtelfinal-Auslosung. Sechs Gegner sind möglich, von Real Madrid bis Atalanta Bergamo. Vor Weihnachten geht es auch noch in den wichtigen Bundesliga-Endspurt – aber ohne Kingsley Coman.

Der 23 Jahre alte Franzose verletzte sich am Mittwochabend beim 3:1 (2:1) der Bayern gegen Tottenham Hotspur kurz nach seinem Tor zum 1:0 ohne Gegnereinwirkung am linken Knie. Die Diagnose von Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt kam nach Mitternacht: Coman erlitt einen Kapseleinriss im linken Knie. Zudem zerrte er sich die Bizepssehne und das Gelenk wurde gestaucht. "Das Knie wird für einige Zeit mit einer Schiene ruhiggestellt", teilte der Verein mit. Damit wird der Angreifer den Bayern im wichtigen Jahresendspurt in der Bundesliga gegen Bremen, Freiburg und Wolfsburg fehlen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen


Absoluter Bestwert in der Vorrunde

Abgesehen von Comans Pech war es ein positiver Abend für die Bayern, die nach zuletzt zwei 1:2-Niederlagen gegen Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach in der Liga wieder mal mehrere Tore und vor allem einen Erfolg bejubeln konnten. "Wir haben 3:1 gewonnen, das ist das Entscheidende und Wichtige", kommentierte Trainer Hansi Flick.

"Das ist ein positives Signal, ein positives Zeichen, dass wir uns wieder mit einem guten Spiel belohnt haben", meinte auch Kapitän Manuel Neuer. Als erste deutsche Mannschaft überhaupt gelang den Bayern eine makellose Sechs-Siege-Vorrunde in der Königsklasse. 18 Punkte und 24:5 Tore sind sogar insgesamt der absolute Bestwert.

Mögliche Bayern-Gegner im Achtelfinale

Beim Blick auf die Achtelfinal-Auslosung am kommenden Montag (12 Uhr) reagierte Flick total unaufgeregt. "Ganz egal. So wie es kommt, kommt's. Fertig. Aus", sagte der 54-Jährige. Sechs Teams aus dem Topf der Gruppenzweiten kommen als Bayern-Gegner infrage: Real Madrid, Atlético Madrid, SSC Neapel, FC Chelsea, Olympique Lyon und Atalanta Bergamo. Nationalspieler Joshua Kimmich gab sich selbstbewusst mit Blick auf die Spiele im Februar und März 2020: "Wenn wir da in einer normalen Verfassung sind, gehen wir als Favorit ins Spiel."

Tottenhams Trainer José Mourinho hatte einige Spurs-Stars wie Harry Kane in der nicht mehr entscheidenden Partie in München geschont. Der Portugiese äußerte anschließend den Wunsch, in dieser Saison mit den Spurs noch mal "zu einem richtigen" Spiel in die Allianz Arena zurückzukehren, "im Viertelfinale oder Halbfinale".

Aus für Bayer Leverkusen

Die zweite deutsche Mannschaft, die am Mittwochabend noch Chancen auf das Achtelfinale hatte, war Bayer 04 Leverkusen. Doch ein 0:2 (0:0) gegen Juventus Turin war der letzte Auftritt der Werkself in der laufenden Champions-League-Saison. Als einziger der vier deutschen Starter verabschiedet sich der Fußball-Bundesligist in die Europa League. Ronaldo (75.) mit seinem 128. Tor in der Königsklasse und Gonzalo Higuain (90.+2) trafen für die Italiener.

Ein kleiner Trost: Aufgrund des 2:0-Erfolgs von Atlético Madrid im Parallelspiel gegen Lok Moskau hätte Bayer selbst ein Sieg nicht für das Achtelfinale gereicht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen