Transfergerüchte : Boateng vor Abschied? Bayern bei Angeboten gesprächsbereit

Nach Aussage von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge (links) darf Jerome Boateng den Verein verlassen. Foto: imago/Sven Simon
Nach Aussage von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge (links) darf Jerome Boateng den Verein verlassen. Foto: imago/Sven Simon

Jérôme Boateng darf mit anderen Clubs verhandeln - Rummenigge legt in Sachen Ablösesumme aber eine Schmerzgrenze fest.

svz.de von
13. Juni 2018, 15:15 Uhr

München | Fußball-Weltmeister Jérôme Boateng steht beim FC Bayern vor dem Absprung, in der Causa Robert Lewandowski bleibt die Clubführung der Münchner hingegen hart. Abwehr-Hüne Boateng bekam von Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge überraschend grünes Licht für Vertragsverhandlungen. „Wenn ein Verein kommt und er kundtut, dass er zu diesem Verein wechseln möchte, werden wir uns damit befassen", sagte Rummenigge laut „Bild", „Sport Bild", „Münchner Merkur" und „tz" (Mittwoch).

Boatengs Berater Christian Nerlinger habe den Club darüber informiert, dass der 29 Jahre alte Profi Wechselgedanken habe. „Wir wissen daher, dass das Thema möglicherweise auf uns zukommen kann", sagte Rummenigge. Boateng bereitet sich derzeit mit der Nationalmannschaft auf die WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) vor.

Es gebe eine finanzielle Schmerzgrenze, bei der man verhandlungsbereit sei, ergänzte der FCB-Boss: "Die gibt es, ja. Da mache ich kein Hehl draus. Die wird sicher auch nicht niedrig sein." Auch einen Abgang von Mittelfeldspieler Thiago schloss Rummenigge nicht aus. „Wir planen weiter mit ihm. Wobei ich sagen muss, dass wir sehr viele Mittelfeldspieler im Kader habe", sagte er.

Lewandowski bleibt in München

Über allem aber steht das Thema Lewandowski. Nach Präsident Uli Hoeneß erteilte auch Rummenigge den Wechselabsichten des polnischen Nationalspielers erneut eine klare Abfuhr. „Ich habe schon vor Wochen gesagt, ich nehme Wetten auf Lewandowskis Verbleib bei uns an - die nehme ich heute noch an", sagte Rummenigge. Damit scheinen die Münchner kurz vor dem Start der Fußball-WM einem sich anbahnenden Transfer-Theater um den als unverkäuflich titulierten Torgaranten einen Riegel vorschieben zu wollen.

Lewandowski hat als Topverdiener bei den Münchnern noch einen Vertrag bis zum Sommer 2021, wollte aber die sofortige Freigabe für einen Wechsel in diesem Sommer. Sein umtriebiger Berater Pini Zahavi hatte in einem „Sport Bild"-Interview unlängst für Aufsehen gesorgt. Denn so deutlich war der Wechselwille des Polen noch nie formuliert worden. „Robert fühlt, dass er eine Veränderung und eine neue Herausforderung in seiner Karriere braucht. Die Verantwortlichen des FC Bayern wissen darüber Bescheid", sagte der Israeli, der schon den 222-Millionen-Transfer von Stürmerstar Neymar vom FC Barcelona nach Paris einfädelte.

Angebote verschiedener Vereine

Im WM-Trainingslager der polnischen Nationalmannschaft hielt sich Lewandowski bedeckt. „Mit Transferangelegenheiten beschäftigt sich mein Manager. Ich will mich nur auf das Wichtigste konzentrieren, also auf die Vorbereitung auf die WM", sagte er.

Laut einem „Kicker"-Bericht hatte bislang nur der FC Chelsea ein konkretes Angebot vorgelegt. Auch Paris Saint-Germain und Manchester United sollen interessiert gewesen sein. Bei Lewandowskis Wunschverein Real Madrid soll der Pole hingegen kein Thema mehr sein.

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