In Münchner Nobel-Club : Boateng-Party nach Dortmund-Spiel sorgt für Wirbel – Kritik von Salihamidzic

Über die Party-Pläne von Jérôme Boateng ist Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht begeistert.
Über die Party-Pläne von Jérôme Boateng ist Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht begeistert.

Am 6. April steht das Bundesliga-Top-Spiel an. Boateng lädt im Anschluss zu einer Party – was nicht allen gut gefällt.

von
04. April 2019, 16:41 Uhr

München | Eine geplante Feier des Magazins von Bayern-Profi Jérôme Boateng (30) nach dem Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund sorgt in München schon im Vorfeld für Diskussionen. "Ich persönlich hätte diese Party nicht angesetzt", sagte Trainer Niko Kovac am Donnerstag.

Weiterlesen: FCB gegen BVB: Das große Experten-Quiz zum Bundesliga-Klassiker

Salihamidzic: "Hätte ihm abgeraten"

Am Abend zuvor hatte sich auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic nach dem 5:4 des deutschen Fußball-Rekordchampions im DFB-Pokal gegen den 1. FC Heidenheim kritisch geäußert: "Das würde ich als Spieler nicht machen. Besonders wenn man so ein Spiel hat. Man weiß nicht, wie das Spiel ausgeht. Ich hoffe, dass wir ein gutes Spiel machen. Wenn Jérôme mich gefragt hätte, hätte ich ihm abgeraten."

Weiterlesen: Bayern München gegen BVB: Hier sehen Sie das Spitzenspiel in Osnabrück

In einer Münchner Diskothek soll es am Samstagabend ein Event von Boatengs Hochglanzmagazin "Boa" geben. Kovac wies darauf hin, dass es eine Agentur gebe, die diese Sache organisiere. "Jeder kann in der Freizeit entscheiden, was er macht", sagte der Coach mit Blick auf seine Spieler. "Ins Privatleben mische ich mich nicht ein", sagte auch Sportchef Salihamidzic. Er ergänzte: "Aber wir sollten uns am Samstag alle auf Fußball konzentrieren." Wenn die Münchner am Samstag verlieren sollten, würde der BVB mit fünf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze stehen – das wäre nicht unbedingt ein Grund zum Feiern.

Hummels entscheidet nach Spiel, ob er feiern geht

Bayerns Innenverteidiger Mats Hummels gab deswegen auch noch keine Zusage für die Boateng-Party: "So etwas wird erst nach dem Spiel entschieden. Wenn wir verlieren, wird man mich dort mit Sicherheit nicht sehen." Trainer Kovac appellierte im Zuge der Party-Diskussion eindringlich an Medien und Öffentlichkeit, die Sache nicht zu hoch zu hängen und besonders in der Bewertung nicht zu überziehen: "Wer wirft den ersten Stein?"

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen