Ermittlungen wegen Korruption : Betrugsskandal erschüttert belgischen Fußball: Brügge-Trainer festgenommen

Mehrere Menschen sind im Zuge von Korruptionsermittlungen festgenommen worden. Darunter der Coach des FC Brügge: Ivan Leko. Foto: dpa/Bruno Fahy/BELGA
Mehrere Menschen sind im Zuge von Korruptionsermittlungen festgenommen worden. Darunter der Coach des FC Brügge: Ivan Leko. Foto: dpa/Bruno Fahy/BELGA

Ein massiver Betrugsskandal erschüttert den belgischen Fußball. Möglicherweise wurden auch Spiele manipuliert.

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10. Oktober 2018, 14:30 Uhr

Brüssel | Im Zuge von Korruptionsermittlungen im belgischen Fußball hat die Polizei am Mittwochmorgen 44 Hausdurchsuchungen durchgeführt. Mehrere Fußballvereine der ersten belgischen Liga seien davon betroffen gewesen, teilte die Bundesstaatsanwaltschaft mit.

Brügge-Trainer festgenommen

Wie die Agentur Belga berichtet, wurden außerdem mehrere Personen vorläufig festgenommen – darunter auch Ivan Leko. Der Kroate ist aktuell Trainer von Borussia Dortmunds Champions-League-Gegner FC Brügge. Der Verein ist amtierender belgischer Meister.

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Der RSC Anderlecht bestätigte unterdessen eine Durchsuchung seiner Vereinsräume. Man arbeite uneingeschränkt mit den Behörden zusammen, hieß es in einer Erklärung. Weitere Kommentare wolle man derzeit aber nicht abgeben. Bei den Ermittlungen geht es um Geldwäsche, Korruption und organisiertes Verbrechen, hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Man gehe aber auch Fällen von "möglicher Beeinflussung von Wettbewerben" nach. Belgiens Justizminister Koen Geens äußerte sich via Twitter zu den Vorfällen: "Spielmanipulationen untergraben die Integrität des Sports."

Verantwortliche, Schiedsrichter und Journalisten betroffen

Von den Durchsuchungen waren den Angaben zufolge unter anderem Verantwortliche von Vereinen, Spieler-Agenten, Schiedsrichter und Journalisten betroffen. Laut Staatsanwaltschaft dauerten die Ermittlungen bereits seit Ende 2017 an. Insgesamt seien 184 Polizisten in Belgien an den Durchsuchungen beteiligt gewesen.

Auch in anderen Ländern fanden zeitgleich Aktionen statt. In Frankreich, Luxemburg, Zypern, Montenegro und Mazedonien seien insgesamt 13 Häuser durchsucht worden, hieß es.

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