Nach Ermittlungen : Manchester City äußert sich zu möglichem Champions-League-Ausschluss

Muss um die Teilnahme an der Champions League fürchten: Manchester-City-Trainer Pep Guardiola.
Muss um die Teilnahme an der Champions League fürchten: Manchester-City-Trainer Pep Guardiola.

Verstöße gegen das Financial Fair Play könnten Manchester City um die Teilnahme an der Champions League bringen.

svz.de von
14. Mai 2019, 14:58 Uhr

Manchester | Auch in der kommenden Saison könnte es für Manchester City und Trainer Pep Guardiola wieder keinen Titel in der Champions League geben: Wie die "New York Times" berichtet, prüft die UEFA möglicherweise einen Ausschluss der Citizens aus dem wichtigsten Club-Wettbewerg der Welt. Hintergrund seien Verstöße gegen die Financial-Fair-Play-Regel.

Ermittlungen vor Kurzem abgeschlossen

Dem Bericht zufolge sind die Ermittlungen, die durch die UEFA-Finanzkontrollbehörde gegen Manchester City geführt wurden, seit Kurzem abgeschlossen. Das Gremium müsse dem europäischen Verband nun eine Empfehlung aussprechen, wie mit den Ergebnissen umgegangen wird. Erwartet wird ein Champions-League-Ausschluss, die Sperre soll für mindestens ein Jahr gelten – allerdings sei noch unklar, wann diese in Kraft treten könne.

Die UEFA hält sich bisher zu dem Bericht der "New York Times" bedeckt: "Wir kommentieren laufende Ermittlungen zu Angelegenheiten des Financial Fair Play nicht", teilte die UEFA auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Hingegen weist der englische Meister die Medienberichte über einen drohenden Ausschluss zurück. Der Verein teilte am Dienstag mit, man kooperiere voll und ganz mit der UEFA-Finanzkontrollbehörde (CFCB IC) und verlasse sich auf "die Unabhängigkeit der CFCB IC und deren Verpflichtung zu einem ordnungsgemäßen Verfahren".City bezeichnete den Bericht, der sich auf "Personen, die mit dem Fall vertraut sind", berufe, als "extrem beunruhigend". Man werde die laufenden Ermittlungen nicht weiter kommentieren.

Unstimmigkeiten bei Zahlungen

Die Ermittlungen waren im März eingeleitet worden, nachdem das Nachrichtenmagazin "Spiegel" und das Recherche-Netzwerk "EIC" auf der Enthüllungsplattform "Football Leaks" Unstimmigkeiten bei Zahlungen von ManCity-Besitzer Mansour Bin Zayed Al Nahyan aufgedeckt hatten. Manchester City hatte den Schritt der UEFA zunächst in einer Stellungnahme begrüßt. Dies eröffne die Möglichkeit, die Spekulationen zu beenden, die aus der Veröffentlichung von aus dem Zusammenhang gerissenen E-Mails entstanden seien.

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Am Sonntag hatten die Citizens den zweiten Meisterschaftstitel nacheinander gewonnen und den direkten Konkurrenten Liverpool hinter sich gelassen. In der Champions League war hingegen im Viertelfinale gegen Tottenham Hotspur Schluss. In den vergangenen Jahren hatte der Club mehr als eine Milliarde Euro für neue Spieler ausgegeben, darunter auch die beiden deutschen Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan.

Mit dpa



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