Ohne Nennung von Gründen : 50+1-Regel: Hannover 96 zieht Ausnahmeantrag zurück

Martin Kind, Hauptgesellschafter bei Hannover 96.
Martin Kind, Hauptgesellschafter bei Hannover 96.

Genaue Gründe für die Entscheidung sollen später genannt werden.

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28. Juli 2019, 21:06 Uhr

Hannover | Fußball-Zweitligist Hannover 96 und sein Hauptgesellschafter Martin Kind haben den Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel zurückgezogen. Damit ist das Verfahren beim Ständigen Schiedsgericht der Lizenzligen beendet. "Eine Entscheidung des Schiedsgerichts wäre in nächster Zeit nicht zu erwarten gewesen", teilte der Club am Sonntag auf seiner Webseite mit. Genaue Gründe für die Rücknahme sollen später genannt werden.

Mit der nur in Deutschland geltenden 50+1-Regel soll sichergestellt werden, dass Vereine auch dann die Entscheidungsgewalt über ihre Profiabteilungen behalten, wenn sie diese in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert haben. Externe Investoren haben damit keine Chance, über eine Mehrheit der Anteile auch die Kontrolle zu übernehmen. Ob Kind seinen Kampf gegen die 50+1-Regel ganz aufgibt, ist noch offen. Der 75-Jährige hatte immer wieder die lange Verfahrensdauer kritisiert.

Hannovers neuer Präsident ist gegen 50+1-Antrag

Der Unternehmer hatte 2017 gemeinsam mit der Profigesellschaft und dem Stammverein den Antrag auf Ausnahmegenehmigung gestellt, wie sie bereits der VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen und 1899 Hoffenheim besitzen. Der Antrag war jedoch zunächst 2018 von der Deutschen Fußball Liga abgelehnt worden. Er lag seitdem beim Ständigen Schiedsgericht als nächster Instanz. Bereits Anfang Mai hatten Kind und der Club den Antrag ruhen lassen.

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Zwei Monate zuvor hatten sich die Machtverhältnisse beim eingetragenen Verein Hannover 96 geändert. Gegner von Kinds Übernahmeplänen übernahmen die Führung. Der neue Aufsichtsrat und der neue Präsident Sebastian Kramer hatten deutlich gemacht, den 50+1-Antrag zunächst überprüfen und dann nach Möglichkeit stoppen zu wollen.

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