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Ab 2018 alle Spiele im Pay-TV : 3. Liga: ARD verliert exklusive TV-Rechte an die Telekom

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Die ARD verliert ab der Saison 2018/19 die exklusiven TV-Übertragungsrechte an der 3. Fußball-Liga. Sie geht allerdings auch nicht ganz leer aus.

svz.de von
erstellt am 26.Jan.2017 | 13:35 Uhr

Im Jahr 2014 hatte der öffentlich-rechtliche Sender mit dem DFB den Vertrag über die Rechte der 3. Liga noch bis Mitte 2018 verlängert und in den vergangenen Jahren schrittweise die Übertragungen über seine Rundfunkanstalten ausgebaut. Insbesondere der MDR hatte im TV-Programm und im Internet nahezu alle Spiele der ostdeutschen Vereine gezeigt. Doch auch Sender wie der NDR oder der WDR hatten immer wieder Partien unter anderem auch des FC Hansa Rostock übertragen, hinzu kamen Zusammenfassungen im Rahmen der ARD-Sportschau am Samstagabend. Damit ist ab Beginn der Saison 2018/19 in diesem Umfang allerdings Schluss.

Preise stehen laut Telekom noch nicht fest

Die Telekom hat sich die Exklusivrechte gesichert und wird die 3. Liga ab diesem Zeitpunkt über sein Angebot „Entertain“ übertragen, Spiele der Frauen-Bundesliga gibt es schon ab der kommenden Saison. Die Basketball-Bundesliga und die höchste deutsche Spielklasse im Eishockey, die DEL, werden dort bereits gezeigt. Kunden der Telekom haben ohne weitere Kosten Zugriff auf die bisherigen Angebote, Fans ohne Vertrag müssen für die auch online abrufbaren Angebote gesondert zahlen. Ob das auch für die Fußballübertragungen gilt, verrät das Unternehmen bisher noch nicht. Gezeigt werden alle Partien der 3. Liga in den nächsten vier sowie Topspiele der Frauen-Bundesliga in den nächsten fünf Spielzeiten, jeweils mit Option für ein weiteres Jahr.

ARD darf weiter drei Spiele und Highlights zeigen

Nicht ganz leer geht die ARD aus. Mindestens zwei Spiele pro Woche (86 Partien pro Saison sowie die Aufstiegsspiele zur 3. Liga) darf der öffentlich-rechtliche Sender auch weiterhin zeigen, dazu wird es in der Sportschau weiterhin Highlights aus den Stadien der 3. Liga geben. Über das finanzielle Volumen der Verträge haben der DFB, SportA als Rechtevermarkter von ARD und ZDF sowie die Telekom Stillschweigen vereinbart. DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius betont allerdings in einer Mitteilung des Verbandes: „Im Ergebnis ist es uns gelungen, dank der neuen Vertragssituation ab der Saison 2018/2019 mehr Gelder aus den Übertragungsrechten an die Klubs der 3. Liga ausschütten zu können.“ Bislang erhalten die Vereine der 3. Liga insgesamt 12,8 Millionen Euro aus den TV-Einnahmen, was rund 800000 Euro pro Verein entspricht. Über die Verteilung des TV-Geldes an die Klubs der 3. Liga sowie der Frauen-Bundesliga will der DFB in den kommenden Woche entscheiden.

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