Noch ohne Sieg aus acht Spielen : MSV Duisburg entlässt Trainer Gruev und holt Lieberknecht

Die Niederlage am Samstag zuhause gegen den SSV Jahn Regensburg war sein letztes Spiel als leitender Cheftrainer beim MSV Duisburg: Ilja Gruev.
Die Niederlage am Samstag zuhause gegen den SSV Jahn Regensburg war sein letztes Spiel als leitender Cheftrainer beim MSV Duisburg: Ilja Gruev. Foto: imago/Revierfoto

Der Tabelllenletzte der 2. Bundesliga hat sich von Coach Ilja Gruev getrennt. Ein neuer Trainer soll zeitnah vorgestellt werden.

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01. Oktober 2018, 16:19 Uhr

Duisburg | Fußball-Zweitligist MSV Duisburg hat sich von Trainer Ilja Gruev getrennt und den früheren Braunschweiger Torsten Lieberknecht als Nachfolger verpflichtet. Der 45-Jährige erhält wie sein Co-Trainer Darius Scholtysik einen für alle drei Ligen gültigen Vertrag, über dessen Länge der MSV keine Angaben machte. Lieberknecht wird am Dienstag bei einer Pressekonferenz vorgestellt und im Spiel bei Tabellenführer 1. FC Köln am kommenden Montag zum ersten Mal auf der Bank sitzen. Der Tabellenletzte reagierte damit auf den schlechten Saisonstart mit nur zwei Punkten aus acht Spielen.

Die Entscheidung tue weh, man habe sie "nach langen, intensiven Überlegungen und schweren Herzens gefällt", erklärte Präsident Ingo Wald. "Kontinuität ist beim MSV nicht nur ein Schlagwort. Wir leben diese Nachhaltigkeit. Allerdings darf Kontinuität auch nicht zum Selbstzweck werden", sagte Sportdirektor Ivica Grlic: "Wir wissen, dass wir jetzt dringend einen notwendigen Impuls setzen müssen, um unser großes Ziel Klassenerhalt überhaupt verwirklichen zu können."


Der 48 Jahre alte Gruev war seit dem 3. November 2015 und damit seit fast drei Jahren als Cheftrainer im Amt. Länger hatte sich beim MSV nur Friedhelm Funkel gehalten, der zwischen Mai 1996 und März 2000 bei den Meiderichern arbeitete. Als Profi verpasste Gruev Funkel damals knapp. Der ehemalige bulgarische Nationalspieler kam im Sommer 2000 nach Duisburg und blieb bis 2004.

Zwischen 2012 und 2013 war er Co-Trainer von Kosta Runjaic und Karsten Baumann beim MSV, nachdem er zuvor auch ein halbes Jahr Lothar Matthäus bei der bulgarischen Nationalmannschaft assistiert hatte. Als Chefcoach hatte er den Abstieg in die 3. Liga nicht verhindern können, schaffte aber den direkten Wiederaufstieg und wurde im Vorjahr Siebter. "Die fast drei Jahre hier als Cheftrainer waren für mich mehr als ein Job. Der MSV lag mir immer am Herzen und er wird mir auch künftig nicht egal sein", sagte Gruew, der nach Uwe Neuhaus (Dresden) und Stefan Leitl (Ingolstadt) als dritter Zweitliga-Trainer vorzeitig gehen muss.

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