zur Navigation springen
Sport

22. November 2017 | 16:07 Uhr

Erster Schritt nach Halle ist gemacht

vom

svz.de von
erstellt am 06.Nov.2013 | 10:36 Uhr

Wiesbaden | Felix Koslowski fehlten die Worte. "Ich bin einfach nur glücklich", strahlte der Trainer des Schweriner SC nach dem 3:1 (16, -22, 10, 13) im Pokal-Achtelfinale beim VC Wiesbaden. "Glücklich, dass wir nach dem Ausfall von Saskia Hippe heute so stark aufgetreten sind. Schließlich hat uns der Samstag ziemlich emotional mitgenommen", erklärte Koslowski nach dem verdienten Erfolg vor 615 Zuschauern in der Rüsselsheimer Großsporthalle. Dem ersten für den Meister und Titelverteidiger ohne die am Kreuzband verletzte Hippe.

"Wir wussten überhaupt nicht, wie wir ohne Saskia klarkommen würden. Umso schöner ist es, dass wir heute gewonnen haben", freute sich Außenangreiferin Jana Franziska Poll, gemeinsam mit Lousi Ziegler (beide 15 Punkte) beste Scorerin beim SSC. Ausschlaggebend für den Sieg war der starke Block: "24 Punkte in vier Sätzen, das ist einfach unglaublich", meinte Koslowski, der mit seiner Mannschaft in zwei Wochen im Viertelfinale, das heute Mittag ausgelost wird, den nächsten Schritt in Richtung Endspiel in Halle machen will. "Schwerin war letztlich souveräner, ihr Block war sensationell. Wir waren dafür in der Offensive katastrophal", befand VCW-Coach Andreas Vollmer.

Im ersten Satz ging es lange hin und her, mit kleinen Unsicherheiten auf beiden Seiten. Der VCW legte immer wieder einen Tick vor, führte zwischenzeitlich auch mit 16:14. Doch dann kam der große Auftritt von Schwerins Zuspielerin Danica Radenkovic beim Aufschlag:Die Serbin servierte elf Mal in Folge, der SSC gewann den Satz mit 25:16. Die Krönung der Serie: Radenkovic besorgte den letzten Punkt mit einem Ass selbst. Der VCW verwandelte im Angriff bis dahin nur 22 Prozent seiner Bälle, scheiterte ein ums andere Mal am starken SSC-Block. Auf der Gegenseite wiederum überzeugte Ziegler, die acht Zähler (drei davon im Block) markierte.

Doch die Gastgeberinnen ließen sich nicht schocken, Vollmer brachte durch die Einwechslungen von Martina Viestova für Kaisa Alanko im Zuspiel und Rebecca Schäperklaus für Yuki Shoji im Mittelblock neuen Schwung ins Spiel.12:9 führte der VCW, der nun deutlich besser in der Annahme stand, bis zum 19:19 war der Durchgang jedoch völlig offen. Ein Ass zum 22:19 brachte Wiesbaden schließlich entscheidend in Front, auch weil sich bei den Gästen plötzlich technische Ungenauigkeiten einschlichen. Der VCW nutzte den ersten Satzball: Julia Osterloh schlug druckvoll auf, Ziegler missglückte die Annahme - das 25:22 für Wiesbaden.

Im dritten Satz legte der Titelverteidiger einen Gang zu. Rasch führte Schwerin mit 4:0 und 7:2. Ehe erneut eine bärenstarke Aufschlagserie von Radenkovic folgte: Der SSC zog von 12:9 auf 21:9 davon - auch dank der Angriffe von Ziegler und der Finnin Pauliina Vilponen, die Hippe mit einer guten Leistung ersetzte. Der VCW brach regelrecht ein, konnte nichts mehr entgegensetzen. Am Ende demontierten die Gäste die Hessinnen mit 25:10.

Durchgang vier ging genauso weiter: Schwerin machte Punkt um Punkt, hatte in Windeseile mit 7:3 und 15:7 die Nase gegen die zu harmlosen Gastgeberinnen, denen es letztlich an Ideen und Aggressivität mangelte, vorne. Schließlich machte Poll mit dem 25:13 den Sack zu für den SSC, der am Sonnabend in Hamburg gastiert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen