Internationaler Fussball : Entscheidungen in Europa: Verpasst Klopp die Champions League?

Jürgen Klopp steht mit dem FC Liverpool im Champions-League-Finale. Für eine erneute Turnier-Teilnahme benötigt er einen Punkt am Wochenende.

Jürgen Klopp steht mit dem FC Liverpool im Champions-League-Finale. Für eine erneute Turnier-Teilnahme benötigt er einen Punkt am Wochenende.

Der FC Liverpool muss um die Champions-League-Teilnahme zittern - auch anderswo in Europa stehen noch wichtige Entscheidungen an.

von
11. Mai 2018, 14:13 Uhr

Hamburg | Die Meisterschaftsfrage ist in den "Top-Five"-Ligen Europas geklärt. In der Bundesliga geht es am Wochenende um die Frage, wer absteigt und wer in der nächsten Saison international vertreten ist. Aber welche Entscheidungen stehen noch in England, Frankreich, Spanien und Italien aus?

England: Liverpool reicht Unentschieden

Muss der diesjährige Champions-League-Finalist Liverpool in der kommenden Serie in der Europa-League vorspielen? Der FC Liverpool hat vor dem Saisonfinale den FC Chelsea im Nacken. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp verzeichnet zwei Punkte Vorsprung vor den Blues. Auch das Torverhältnis von +42 spricht für Liverpool, Chelsea verzeichnet eine Differenz von +27.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

Der Klopp-Truppe reicht am letzten Spieltag zu Hause gegen Brighton&Hove Albion also ein Unentschieden. Unwahrscheinlich, dass Chelsea in Newcastle zweistellig gewinnt. Die Meisterschaft holte sich Manchester City, abgestiegen sind West Bromwich Albion und Stoke City. Swansea City (-27 Tordifferenz) könnte punktemäßig noch mit dem FC Southampton (-18) gleichziehen. Um die Saints allerdings noch tabellarisch zu überholen, benötigt es einen Kantersieg gegen Stoke City. Zeitgleich muss Southampton gegen Manchester City entsprechend hoch verlieren.

Spanien: Wer rutscht noch in die Europa-League?

Wie auch in England war die Meisterschaft in der spanischen LaLiga eine klare Angelegenheit. Der FC Barcelona dominierte die Liga. Auch der Abstiegskampf bringt keine Spannung mehr. Deportivo La Coruna, UD Las Palmas und der FC Malaga treten den Gang in die zweite spanische Klasse an.

Der FC Sevilla und Ramon Sanchez Pizjuan (vorne) müssen noch um seinen Europa-League-Platz zittern.
Imago/Action Plus

Der FC Sevilla und Ramon Sanchez Pizjuan (vorne) müssen noch um seinen Europa-League-Platz zittern.

Interessant könnte noch der Kampf um die internationalen Plätze werden. Da der FC Barcelona den Pokal holte, reicht noch der siebte Platz zum Erreichen der Europa League aus. Diesen belegt aktuell der FC Sevilla, dahinter lauern mit zwei Punkten Rückstand der FC Getafe und mit sechs Zählern Rückstand der FC Girona. Sevilla (-10) hat gegenüber Getafe (+9) und Girona (-9) die schlechteste Tordifferenz. In Spanien liegen noch zwei Saisonspiele an.

Frankreich: Spannendes Rennen um die Champions League

Noch zwei Spiele hat die französische Ligue 1 zu bieten. Bis auf die Meisterschaft – Paris St. Germain hatte in dieser Saison wieder keine Konkurrenz – ist noch fast alles offen. So geht es für den aktuellen  Tabellenzweiten Olympique Lyon (75 Punkte, +44 Tordifferenz), AS Monaco (74, +36) und Olympique Marseille (73, +32), das im Finale der Europa League steht, um die Champions League. Der zweite Rang berechtigt zur direkten Teilnahme, der Dritte muss noch eine Qualifikationsrunde überstehen. Der Viertplatzierte löst das Ticket zur Europa League.

Kann noch die Champions League erreichen: Olympique Marseille.
Imago/PanoramiC

Kann noch die Champions League erreichen: Olympique Marseille.

Insgesamt drei Tickets vergibt die französische Ligue 1 für die Europa League. Neben Marseille belegen noch Stade Rennes und AS St. Etienne die begehrten Plätze. Dahinter wird es turbulent. Bis Rang elf haben alle Mannschaften noch die Möglichkeit, nächstes Jahr international zu spielen – OGC Nizza, Montpellier HSC, Girondins Bordeaux, FC Nantes und EA Guingamp. Den Tabellensechsten St. Etienne und den Elften Guingamp trennen sechs Punkte.

Als Absteiger steht bislang nur der FC Metz fest. Davor hoffen noch ES Troyes, der FC Toulouse, Racing Straßburg, der OSC Lille und SM Caen auf den Ligaverbleib. Caen als Tabellen-15. hat nur drei Zähler Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz, den zurzeit Toulouse belegt.

Italien: Zittern im Keller

Lange Zeit blieb die Meisterschaft in der italienischen Serie A spannend, am Ende wird wohl Juventus Turin das Rennen machen. Bei noch zwei Saisonspielen verzeichnet die "alte Dame" sechs Punkte Vorsprung auf den SSC Neapel. Turin verzeichnet eine um 16 Tore bessere Differenz. Zwei Champion-League-Plätze sind noch zu vergeben, Neapel hat sein Ticket sicher. AS Rom mit 73 Punkten und Lazio Rom mit 71 Punkten belegen zurzeit die Plätze drei und vier. Dahinter lauert Inter Mailand mit 69 Zählern.

Ivan Perisic, der unter anderem für den VfL Wolfsburg auflief, und Inter Mailand hoffen, noch auf den Champions-League-Zug aufzuspringen.
imago/Gribaudi/ImagePhoto

Ivan Perisic, der unter anderem für den VfL Wolfsburg auflief, und Inter Mailand hoffen, noch auf den Champions-League-Zug aufzuspringen.

Auch im Abstiegskampf bietet die Serie A ein spannendes Saisonfinale. Hellas Verona und Benevento Calcio sind bereits abgestiegen. Cagliari Calcio steht mit 33 Punkten und einer miserablen Tordifferenz von -30 unter dem Strich. Allerdings ist das rettende Ufer nicht weit entfernt. Udinese Calcio hat nur einen Punkt mehr gesammelt, davor müssen noch der FC Crotone, der AC Chievo Verona und SPAL Ferrara zittern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen