FC Hansa : Dosierte Einsatzzeiten für Trybull

Peter Schyrba will mit dem FC Hansa heute in Sandhausen selbst für Stimmung auf dem Platz sorgen, damit die Fans, die zu Hause bleiben mussten, etwas zu feiern haben. Georg Scharrnweber
Peter Schyrba will mit dem FC Hansa heute in Sandhausen selbst für Stimmung auf dem Platz sorgen, damit die Fans, die zu Hause bleiben mussten, etwas zu feiern haben. Georg Scharrnweber

Als Verfechter eines Systems mit einer Raute im Mittelfeld und zwei Spitzen baute Hansa Coach Vollmann das Team in Sandhausen (2:1) um, ließ mit zwei "Sechsern" vor der Abwehr und einem Angreifer agieren, mit Erfolg.

von
10. November 2010, 09:09 Uhr

Rostock | Hansa-Coach Peter Vollmann ist immer wieder für eine Überraschung gut. Als Verfechter eines Systems mit einer Raute im Mittelfeld sowie zwei Spitzen baute er sein Team in Sandhausen (2:1) um, ließ mit zwei "Sechsern" vor der Abwehr und nur einem Angreifer agieren - und hatte damit Erfolg: Rostock verteidigte mit dem elften Saisonsieg die Spitze. "Letztlich kommt es immer auf den Gegner an. In Sandhausen kam es uns entgegen, weil die Truppe viel mit hohen Bällen agierte und wir so zwei Spieler hatten, die die abgewehrten aufnehmen konnten. Auch in der Spielentwicklung tut man sich insgesamt leichter", erklärt der Fußball-Lehrer, der schon in der Heimpartie zuvor gegen Saarbrücken (2:1) in der Halbzeit auf dieses System umstellte, damals Mohammed Lartey zurückzog, um Kevin Pannewitz zu unterstützen.

Der Youngster präsentierte sich zuletzt in wechselhafter Form, dennoch nimmt Vollmann ihn in Schutz: "Man darf nicht vergessen, dass er im Sommer kaum eine Pause hatte und auch erst 19 Jahre alt ist. Dennoch macht er derzeit einige Baustellen auf, die wir nicht gebrauchen können und völlig unnötig sind." Damit meint der Coach, dass "Panne" bisweilen katastrophale Ballverluste unterlaufen, die zu gegnerischen Kontern führten. "Er hat als junger Spieler nun schon einige Erfahrung sammeln können. Es kann nicht alles elegant gelöst werden, man muss den Ball manchmal auch einfach nur klären. Dabei gilt es mit möglichst wenigen Kontakten auszukommen. Ab und an reagiert er zu langsam, und dann ist der Gegner schon dran", so Peter Vollmann.

In Sandhausen lief neben Pannewitz Rostocks Top-Talent Tom Trybull auf. Der 17-Jährige kam zu seinem ersten Einsatz von Beginn an. "Er hat seine Sache sehr gut gemacht, aber man hat ab der 60. Minute auch gesehen, dass ihm die Kraft ausging und er unbedingt ausgewechselt werden musste. Es ist eben doch ein Unterschied zum Nachwuchsfußball", sagt der Hansa-Trainer.

Er sieht Trybull zwar als hundertprozentige Alternative, will ihn aber auch nicht verheizen. "Er ist erst 17 Jahre alt. Das müssen wir beachten. Wir dürfen ihn jetzt nicht verschleißen, sondern werden ihn dosiert einsetzen."

Ob Peter Vollmann am Sonnabend im Heimspiel gegen Bayern München II (14 Uhr DKB-Arena) zum alten System zurückkehrt oder bei der "Doppel-Sechs" bleibt, hat er noch nicht entschieden. "Das hängt von vielen Faktoren ab. Bei Bayern sind alle gut ausgebildet, und sie schlagen meist keine langen Bälle, sondern agierten mit Kurzpassspiel", gibt Rostocks Coach einige kleine Hinwiese.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen