NACH NICHT GEGEBENEM TOR : DFB-Sportgericht weist Aues Einspruch endgültig ab

<p>John Patrick Strauß, Pascal Köpke und Sören Bertram diskutierten nach der 0:1-Niederlage angeregt. </p>

John Patrick Strauß, Pascal Köpke und Sören Bertram diskutierten nach der 0:1-Niederlage angeregt.

Auch der zweite Einspruch von Erzgebirge Aue gegen die Wertung des Spiels in Darmstadt wird abgelehnt. Die Sachsen müssen nun in die Relegation um den Klassenerhalt. Gegner ist der Karlsruher SC.

svz.de von
17. Mai 2018, 16:41 Uhr

Aue | Es bleibt dabei: Erzgebirge Aue muss in der Relegation gegen den Karlsruher SC um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga spielen. Auch ein erneuter Einspruch der Sachsen gegen die Wertung des Zweitliga-Spiels in Darmstadt führte am Donnerstag nicht zum erhofften Erfolg. Damit wurde das Einzelrichterurteil vom Mittwoch bestätigt, teilte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach der mündlichen Verhandlung am Donnerstag in Frankfurt/Main mit. Gegen das Urteil kann Aue binnen einer Woche Berufung beim DFB-Bundesgericht einreichen.

<p>Aues Sebastian Hertner und Dimitrij Nazarov beschwerten sich zurecht bei Schiedsrichter Sören Storks. </p>
Imago/Picture Point

Aues Sebastian Hertner und Dimitrij Nazarov beschwerten sich zurecht bei Schiedsrichter Sören Storks.

"Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters im Zusammenhang mit dem Spiel sind endgültig, auch wenn sie falsch sind. Dies ist zwingend zu beachtendes FIFA-Recht", sagte der Sportgerichts-Vorsitzende Hans E. Lorenz nach der mündlichen Anhörung. Das Sportgericht sah keine Anhaltspunkte für einen Regelverstoß des Schiedsrichters. Insbesondere auch keine Verpflichtung des Referees, nach Befragung des Assistenten noch andere Beteiligte bezüglich ihrer Wahrnehmung zu kontaktieren, hieß es weiter.

Bereits in erster Instanz war der Einspruch vom DFB-Sportgericht als unbegründet zurückgewiesen worden. Auch den Verdacht einer vorsätzlichen Spielmanipulation konnte nicht ansatzweise nachgewiesen werden. Aue war durch das 0:1 auf den Abstiegsrelegationsplatz gerutscht, nachdem ein reguläres Tor von Schiedsrichter Sören Storks nicht anerkannt worden war. Zudem hatte der sächsische Club zwei nicht gegebene Elfmeter moniert. Der vom DFB beauftragte Dienstleister "Sportradar" hatte nach einer Analyse des nationalen und internationalen Marktes keine Auffälligkeiten bei Wetten auf die Zweitliga-Partie feststellen können.

Aues Präsident Helge Leonhardt hatte vor der mündlichen Verhandlung zum letzten Strohhalm gegriffen und angekündigt, dem DFB den Vorschlag einer Zweitliga-Aufstockung auf 19 Vereine in der kommenden Saison zu unterbreiten. Eine Reaktion vom DFB darauf blieb aus.

Aktuell laufen noch Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses gegen Leonhardt "wegen verschiedener Äußerungen". Auf einem weiteren Nebenschauplatz hatte Tobias Andrä, Mitglied des Stadtrats der Großen Kreisstadt Aue, Strafanzeige gegen Referee Storks wegen des Verdachts des Betruges gestellt. Zudem hatte er vom DFB disziplinarische Maßnahmen gegen Storks gefordert.

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