Triathlet Michael Raelert : Das Vorjahr als Blaupause?

Sein Sieg beim „Strandräuber“ in Binz auf Rügen soll für Michael Raelert der Auftakt für einen ähnlich goldenen Herbst sein, wie ihn der Rostocker Triathlet im Vorjahr erlebte.
Sein Sieg beim „Strandräuber“ in Binz auf Rügen soll für Michael Raelert der Auftakt für einen ähnlich goldenen Herbst sein, wie ihn der Rostocker Triathlet im Vorjahr erlebte.

Triathlet Michael Raelert will nach dem Sieg beim 70.3 auf Rügen seinen goldenen Herbst von 2014 kopieren

svz.de von
16. September 2015, 12:00 Uhr

„Jetzt werden erst einmal vierzehn Tage die Beine hochgelegt“, sagte Triathlon-Profi Michael Raelert von der TG triZack Rostock am Sonntag unmittelbar nach seinem Erfolg beim „Strandräuber“ Ironman 70.3 auf Rügen. Muss er auch, denn die Titelverteidigung von Binz hat doch einiges an Körnern gekostet. „Nach meinem Rad-Soloritt machten mir die bis zu zehn Prozent Lauf-Steigungen doch zu schaffen“, gestand der Hansestädter nach dem Rennen ein.

Es werden aber keineswegs untätige zwei Wochen sein, schließlich plant der Weltmeister über diese Distanz der Jahre 2009 und 2010 bereits seinen „zweiten Frühling“ diesen Jahres – sprich eine bessere zweite Saisonhälfte als die erste, die mit Platz fünf bei der 70.3-WM Ende August in Österreich eher unbefriedigend verlief.

Und da hat der jüngere der Raelert-Brüder klare Vorstellungen: „Ich möchte gern an meinen goldenen Herbst des vergangenen Jahres anknüpfen.“ Damals ließ der heute 35-Jährige bei vier Rennen innerhalb von sechs Wochen
in Miami (USA), Mandurah und Ballarat (Australien) sowie bei der Erstaustragung der Challenge Bahrain der Konkurrenz keine Chance.

Kein Wunder, dass sich Michael Raelert eine analoge restliche Wettkampfgestaltung bis zum Jahresende auf die Fahnen geschrieben hat: „Erst einmal werde ich meinen Bruder Andreas zur Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii begleiten. Unser gemeinsames Ziel dort wird es sein, den Beweis anzutreten, dass Andreas trotz des in den letzten beiden Jahren (Aufgabe 2013, durch Magenprobleme 2014 nur Rang 769/d. Red.) unbefriedigenden Abschneidens noch zur Champions League des Triathlons gehört. Der ,Andy‘ ist körperlich durchaus in der Lage, anzuknüpfen an die Erfolge der Jahre 2009 bis 2012, als er viermal in Folge auf dem Podest stand.“

Während sich der 39-jährige Andreas nach der WM in Kailua-Kona aus dem Wettkampfjahr 2015 verabschiedet, wird es für Michael danach noch einmal so richtig in die Vollen gehen. „Es sind wieder Rennen in den USA, Australien und zum Abschluss bei der Challenge Bahrain geplant“, sagte er nach seinem Sieg auf der Insel Rügen. Die Terminkalender der World Triathlon Corporation und der konkurrierenden Challenge Family bieten auf den drei Kontinenten im Zeitraum von Mitte Oktober bis Mitte Dezember eine Reihe hochkarätiger Wettkämpfe an, bei denen sich „Klein-Raeli“ in die Punkte und Preisgelder laufen kann.


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