Großer Preis von Abu Dhabi : Darüber wird auch noch gesprochen im Fahrerlager

Sebastian Vettel stellte sich den Fragen der Journalisten.  /AP
Sebastian Vettel stellte sich den Fragen der Journalisten.  /AP

Wenn die Titel vergeben sind, rücken andere Themen in den Vordergrund. Beim finalen Formel-1-Showdown in Abu Dhabi geht es auch um Erinnerungen, um Hoffnungen und Verbesserungen. Der schreckliche Formel-3-Unfall von Sofia Flörsch hat die Motorport-Königsklasse auch etwas alarmiert.

svz.de von
23. November 2018, 07:45 Uhr

VIELLEICHT. WAHRSCHEINLICH. DEFINITIV.

Es musste ja auch zur Sprache kommen. Das Duell zwischen Fernando Alonso und Lewis Hamilton 2007. Der eine kam als großer Star mit zwei WM-Titeln von Renault, der andere stieg zum Debütanten bei McLaren auf. Beide fuhren vor elf Jahren gleichauf, es zoffte an allen Ecken und Kanten. Der Stallkrieg kostete beiden den WM-Titel. «Ich habe nicht das Gefühl, dass ich jemals ein persönliches Problem mit Fernando hatte. Ich denke, es war mehr die Art, wie das Team geführt wurde und wie die Situation, in die wir gebracht wurden, gemanagt wurde. Vielleicht. Wahrscheinlich», sagte Hamilton nun. «Definitiv», ergänzte Alonso.

RÄIKKÖNENS REISEPREIS

Auf Platz drei in der WM-Wertung ist Kimi Räikkönen zumindest aus einem Grund gar nicht so scharf. «Wenn ich am Ende Dritter werde, muss ich auch noch dahin, wo die Preisverleihung ist. Am Ende ist das also eine negative Sache, mehr reisen und so», meinte der 39 Jahre alt Ferrari-Pilot aus Finnland. Vor dem Finale hat er 14 Punkte Vorsprung auf seinen Landsmann von Mercedes, Valtteri Bottas.

RÄIKKÖNEN, VETTEL UND DIE RUHE

Sie waren mal Nachbarn, sie werden ab Sonntag Teamkollegen gewesen sein: Räikkönen und Vettel. Der Deutsche imitierte den Finnen schon bei Preisverleihungen, sie mögen sich, sich verstehen sich, sie vertrauen sich. Und sie werden sich vermissen, wenn Räikkönen von Ferrari zu Sauber wechselt. Vettel vor allem eines: «Ruhe.»

«Kurze Meetings meinerseits», ergänzte der für seine Wortkargheit zumindest in Sachen Formel 1 berühmte Räikkönen. «Exakt», ergänzte daraufhin Vettel.

OCON, DIE 50, 2020 UND MERCEDES

Esteban Ocons Freude auf den 50. Grand Prix seiner noch jungen Karriere ist geteilt. Es wird sein vorerst letzter sein. Der 22 Jahre alte Franzose aus der Mercedes-Nachwuchsschmiede muss seinen Platz bei Racing Point Force India für Lance Stroll, den Sohn des schwerreichen Team-Mitbesitzers Lawrence Stroll, räumen. Er kommt von Williams. Ocon hat kein Cockpit fürs nächste Jahr mehr gekriegt, will aber weiter im Formel-1-Paddock präsent sein und versuchen, so viele Kilometer wie möglich zu fahren. «Mercedes und ich, wir sehen große Möglichkeiten für 2020, hoffentlich wird das klappen», meinte er nun. Mehr Details verriet er nicht. Man darf also gespannt sein.

DER UNFALL VON SOFIA FLÖRSCH

Ein ernstes Thema, sehr ernst. Der schwere Unfall von Sofia Flörsch in Macao am vergangenen Sonntag hat auch die Formel-1-Piloten nicht kalt gelassen. Die 17 Jahre alte Münchnerin hatte sich bei ihrem schrecklichen Abflug im Formel-3-Auto den siebten Halswirbel gebrochen. Formel-1-Pilot Romain Grosjean kritisierte die wulstartigen Randsteine, die es auch in dem Bereich auf der Strecke in Macao gibt, wo sich der Unfall ereignete. Die Fahrergewerkschaft GPDA, zu deren Direktoren Grosjean zählt, will das Thema mit Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting besprechen.

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