Abschiede und Rückkehrer : Bundesliga emotional: „Das ist doch der Wahnsinn“

Emotionaler Abschied: Nach 16 Jahren beim BVB beendet BVB-Keeper Roman Weidenfeller seine Karriere. Zum Dank für seine Treue feiern ihn die Dortmund-Fans.

Emotionaler Abschied: Nach 16 Jahren beim BVB beendet BVB-Keeper Roman Weidenfeller seine Karriere. Zum Dank für seine Treue feiern ihn die Dortmund-Fans.

Tränen und Triumphe – der 33. Spieltag der Bundesliga bot emotionale Abschiede und spektakuläre Comebacks.

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06. Mai 2018, 20:30 Uhr

Der vorletzte Spieltag der Bundesliga bot den Zuschauern alles, was den Fußball so interessant macht. Spektakuläre Tore, überraschende Ergebnisse und vor allem emotionale Abschiede und zwei tolle Comebacks. 

Selbst die Ultras von Hannover 96, die sonst konsequent die Unterstützung verweigerten, stimmten nach dem 3:1 gegen Hertha BSC und dem endgültigen Verbleib im Oberhaus mit ein. Noch lauter und noch emotionaler wurde es nach Abpfiff, als sich Abwehrchef Salif Sané von 96 verabschiedete. Nach fünf Jahren bei den „Roten“ verabschiedete sich 27-jährige Senegalese sehr emotional von den eigenen Fans. „Ich will Danke sagen für diese fünf Jahre. Die Mannschaft war wie eine Familie für mich“, sagte der Verteidiger mit feuchten Augen. Die Fans skandierten ab seiner Auswechslung in der Nachspielzeit minutenlang seinen Namen und verabschiedeten den Franzosen mit tosendem Applaus zu Schalke 04.

„Er hat uns unzählige Male den Arsch gerettet“

„Ich hatte auch Tränen in den Augen. Salif ist ein Riesen-Typ. Wir werden ihn sehr vermissen“, sagte Torschütze Niclas Füllkrug. Auch Stürmer Martin Harnik lobte den Senegalesen über den grünen Klee: „Ich freue mich riesig, dass er so einen Abschied bekommt. Das zeigt, was er für ein Standing hat. Es war wichtig, dass er in der zweiten Liga geblieben ist, als wir ihn brauchten. Er war der Spieler dieser Saison und hat uns unzählige Male den Arsch gerettet.“

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Trotz der blamablen 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FSV Mainz gab es von den BVB-Fans am Ende doch noch stehende Ovationen, jedoch nicht für das gesamte Team, sondern für jemanden, der 90 Minuten auf der Bank gesessen hat: Torwart Roman Weidenfeller. Inspiriert vom tosenden Applaus der Fans erklomm der trotz seines Wunsches nach noch ein paar Einsatzminuten nicht eingewechselte Weltmeister am Ende seines letzten Bundesliga-Heimspiels nach 16 Jahren in Dortmund die Südtribüne und versuchte sich als Vorsänger. Aus Respekt vor den großen Verdiensten des 37 Jahre alten Torhüters, der am Saisonende seine aktive Karriere beendet, vergaßen die Anhänger zumindest für einen kurzen Moment ihren Frust über das enttäuschende Spiel.

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Der ganze „Wahnsinn“, diese Eruption der Gefühle in Frankfurt, bauten sich vorher schon über Minuten auf. Die Fans der Eintracht standen und tobten, als sich Alexander Meier zu seiner Einwechselung bereit machte. Sein Freund und Teamkollege Marco Russ sagte später: „Hätte ich in diesem Moment auf der Tribüne gesessen, dann hätte ich mein ganzes Vermögen darauf verwettet, dass Alex noch ein Tor macht, wenn er reinkommt.“

Genauso kam es dann auch. Am Samstag meldete sich Alexander Meier nach fast einjähriger Verletzungspause bei Eintracht Frankfurt und in der Bundesliga zurück – und wie! In der 86. Minute wurde der 35-Jährige eingewechselt, in der 90. Minute schoss er volley das Tor zum 3:0-Endstand gegen den Hamburger SV. Im Stadion brach danach ein Jubel aus, der sich selbst dann kaum noch steigern ließe, wenn die Eintracht in zwei Wochen das Pokalfinale gegen den FC Bayern gewänne.

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„Das ist Wahnsinn“, meinte Russ. Die Frage ist nur: Darf Meier, dessen Vertrag ausläuft, jetzt doch noch in Frankfurt bleiben? „Ich bin schmerzfrei. Deswegen werde ich auch nächste Saison weiterspielen. Ich hoffe, dass das hier ist“, sagte er. Frankfurts Sportchef Fredi Bobic meinte jedoch kühl: „Das wird bei uns intern besprochen. Wir werden aber schon den Realismus wahren und nicht die Fantasie und irgendwelche Herzgeschichten.“

Beim Hamburger SV ging das Comeback von Stürmer Nicolai Müller etwas unter. Der Rechtsaußen gab nach achteinhalbmonatiger Verletzungspause sein Comeback. "Es war sehr emotional für mich", gestand der HSV-Topscorer der vergangenen Saison. An einen Einsatz in der Startelf gegen Gladbach glaubt Müller aber nicht. "Davon gehe ich nicht aus", sagte er. Müller hatte sich nach seinem Torjubel am 1. Spieltag im Heimspiel gegen den FC Ausgburg einen Kreuzbandriss zugezogen. 

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