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WBA-Weltmeister fliegt zum verbalen Schlagabtausch in die USA : Boxer Zbik auf den Spuren Max Schmelings

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Der Schweriner Box-Weltmeister Sebastian Zbik begibt sich über den "Großen Teich" und somit auf die Spuren Max Schmelings, dem legendären deutschen Schwergewichts-Champion der 30er Jahre.

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erstellt am 31.Mär.2011 | 12:23 Uhr

Schwerin | Box-Weltmeister Sebastian Zbik (Schwerin) begibt sich über den "Großen Teich" und somit auf die Spuren Max Schmelings, dem legendären deutschen Schwergewichts-Champion der 30er Jahre.

Der am 17. März gerade 29 Jahre gewordene WBC-Champion im Mittelgewicht ist derzeit in der letzten Trainingswoche vor dem ersten Aufeinandertreffen mit seinem Herausforderer Julio Chavez Jr. und wird dann am kommenden Wochenende mit Universum-Manager Dietmar Poszwa nach Amerika fliegen. Auf zwei Presse-Konferenzen im kalifornischen Los Angeles sowie in Mexiko wird Zbik sich mit Chavez den ersten Schlagabtausch - allerdings verbaler Art - liefern.

"Ich bin schon sehr gespannt auf ihn. Chavez soll ja in seiner Heimat eine große Fangemeinde haben, schon seines Vaters wegen", sagte der ungeschlagene Weltmeister. "Der Vater ist zweifelsohne einer der größten Boxer aller Zeiten. Seine Bilanz von 115 Profikämpfen, 107 Siegen davon 86 durch K.o., spricht für sich. Sein Sohn will ihm nacheifern, aber das werde ich verhindern. Der Junior darf gern irgendwann Weltmeister werden, aber nicht gegen mich", versicherte der Schweriner, der noch nie in den USA war.

Die zweite Stippvisite in Mexiko ist für Zbik allerdings mit einem guten Omen verbunden. In Cancun erstritt der damalige Interims-Weltmeister im Herbst vergangenen Jahres vor dem WBC-Kongress das Recht auf einen

WM-Kampf gegen den damaligen Titelträger Sergio Martinez und hinterließ dabei auf der sportpolitischen Bühne einen nachhaltigen Eindruck. "Es war gut, dass ihn das gesamte Board der WBC kennenlernen konnte. Unser Eindruck ist, er ist ein guter Champion innerhalb und außerhalb des Rings", sagte WBC-Generalsekretär Mauricio Sulaiman.

Zbiks Auftritt hinterließ auch bei Martinez offenbar Eindruck. Der Argentinier kniff und wurde dafür bestraft, indem der WBC ihm den Titel aberkannte und dem Mecklenburger zusprach. Den Gürtel, den einst auch schon Sugar Ray Leonhard trug, will Sebastian Zbik am 4. Juni in Los Angeles in den Ring tragen, vorzeigen und wieder mit nach Hause bringen. Das hat als einziger Deutscher vor ihm bisher lediglich Max Schmeling geschafft. Und das ist schon 80 Jahre her.

Derzeit Probleme mit den Schleimbeuteln

Allerdings muss "Zbiker" bei der Vorbereitung auf seine erste Titelverteidigung momentan etwas improvisieren. Ihn behindert eine schmerzhafte Schleimbeutelentzündung, die das Grundlagentraining erschwert. "Das ist nicht eben angenehm. Ich hoffe, wir bekommen das Problem mit Hilfe unseres Physiotherapeuten in den Griff und müssen keinen Eingriff vornehmen lassen", sagt der Schweriner.

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