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Hansa-Manager schätzt die Hinrunde eher nüchtern ein : Beinlich: "Das war enttäuschend"

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Die Ausbeute ist katastrophal. Noch nie war der FC Hansa Rostock im Unterhaus schwächer unterwegs als in den vergangenen sechs Monaten. Dennoch hält Manager Stefan Beinlich nichts davon, verbal auf das Team einzuprügeln.

Rostock | "Das war enttäuschend. Wir hätten gerne eine andere Halbserie plus die ersten beiden Partien der Rückrunde gespielt. Nur das haben wir nicht", so die knappe Einschätzung von Manager Stefan Beinlich zu den ersten 19 Partien des FC Hansa Rostock in der 2. Fußball-Bundesliga.

Dabei ist die Ausbeute eigentlich katastrophal. Noch nie waren die Ostseestädter im Unterhaus schwächer unterwegs als in den vergangenen sechs Monaten. 13 Tore - der mit Abstand schwächste Wert der Liga - langten zu mageren zwölf Zählern und nur zum direkten Abstiegsrang 17 bei Jahreswechsel. Lediglich einen Sieg - 2:0 zu Hause gegen den TSV 1860 München - brachte das Team um Kapitän Sebastian Pelzer zustande. Dennoch hält Beinlich nichts davon, verbal auf das Team einzuprügeln. "Warum soll ich jetzt draufschlagen. Wir haben zwölf Punkte und das gemeinsame Ziel, die Klasse zu halten. Wenn man sinnlos draufschlägt, dann macht man die Mannschaft kaputt. Entscheidend ist jetzt, dass wir gemeinsam an diesem Ziel arbeiten. Wir wussten von Anfang an, dass es nur um das Ziel Klassenerhalt gehen würde, und das ist immer noch in Reichweite. Wenn wir am Ende über dem Strich stehen, dann haben wir unser Ziel erreicht", begründet der sportliche Leiter.

Vielmehr betreibt der 39-Jährige eine genaue Analyse des bisherigen Saisonverlaufs. "Wir haben in unserer guten Phase zu Beginn der Serie zu wenige Punkte geholt. Hätten wir dort sechs, sieben Zähler mehr eingefahren, würden wir nicht diskutieren. Dann sind wir in einen Strudel reingekommen, wie in einer richtigen Spirale nach unten. Es wurde von Spiel zu Spiel schlechter", erklärte der Manager, der sich schließlich Anfang Dezember gezwungen sah, Aufstiegstrainer Peter Vollmann zu beurlauben. Ihm folgte Wolfgang Wolf, der aus den verbliebenen beiden Duellen vor der Winterpause in Paderborn (0:2) und gegen Dynamo Dresden (2:2) einen Zähler einfahren konnte. Vor allem der späte Ausgleich im Vergleich mit den Sachsen (90.+2) war bitter. "Man kann dem Team den Vorwurf machen, dass es das 2:1 nicht über die Zeit brachte. Aber es war ein Aufwärtstrend zu erkennen. Und gerade wie die Mannschaft in der zweiten Hälfte gegen Dresden agiert hat, darauf müssen wir nun aufbauen", so "Paule".

Die Hoffnung auf den Klassenerhalt hat Beinlich jedenfalls trotz der zahlreichen Nackenschläge der vergangenen Monate nicht aufgegeben: "Wir haben das Glück, dass wir nicht mit sechs, sieben Punkten abgeschlagen sind. Man sieht, dass vier, fünf Vereine genau die gleichen Probleme haben wie wir. Nun müssen wir schauen, dass wir uns ein bisschen regenerieren, den Kopf freibekommen und dann ab dem 4. Januar angreifen. Das Entscheidende ist, dass es in der Mannschaft stimmt und dass sie sich gemeinsam aus diesem Sumpf herausziehen will. Die Truppe ist intakt. Es gibt keine Grüppchenbildung. Man sieht natürlich die Verunsicherung, vielleicht auch ein bisschen Angst. Aber wenn wir zusammen hart arbeiten und geschlossen auf dem Platz auftreten, dann werden wir auch Spiele gewinnen."

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erstellt am 22.Dez.2011 | 07:30 Uhr

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