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Beim Fußball bleiben Männer länger liegen

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erstellt am 22.Jun.2011 | 05:58 Uhr

München | Männer sind größere Schauspieler als Frauen - zumindest wenn es ums Fußballspielen geht. Sie bleiben nach dem Fallen länger liegen, jubeln ausführlicher nach einem Tor und brauchen selbst für das Auswechseln von Spielern mehr Zeit. Das haben Wissenschaftler der Technischen Universität München anhand von 56 Spielen herausgefunden. "Generell können die Unterschiede so interpretiert werden, dass bei den Männern der Gedanke der Inszenierung viel stärker ausgeprägt ist als bei den Frauen", sagte Sportwissenschaftler Martin Lames.

"Der Grund dafür könnte sein, dass die Spiele der Männer generell vor mehr Zuschauern und mit höherer medialer Aufmerksamkeit ausgetragen werden", sagte Lames. Zudem setzten Männer die Unterbrechungen im Gegensatz zu Frauen auch als taktisches Mittel ein, etwa wenn sie in Führung lägen.

Wechsel dauert länger

Die Sportwissenschaftler hatten bei den Fußballspielen Parameter wie Ort, Zeit und Dauer der Spielunterbrechung untersucht. Demnach ist der Torjubel mit fast einer Minute bei Männern etwa doppelt so lang wie bei Frauen. Männer bleiben nach Verletzungen rund 30 Sekunden länger liegen. Auch für das Auswechseln brauchen sie 10 Sekunden mehr Zeit. Ein Spiel bei Frauen wird zwar öfters unterbrochen, meistens aber schneller fortgesetzt. Die Gesamtzeit der Pausen bleibt somit nach Forscherangaben gleich.

Durchschnittlich 38 Prozent der untersuchten Fußballspiele beider Geschlechter bestanden aus Unterbrechungen - bei manchen seien es sogar 53 Prozent gewesen. Die Forscher wollten mit ihrer Analyse eidie Struktur von Fußballspielen erforschen.

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