5. Panik-Cup in Waren : Bei Udo Lindenberg vorgespielt

<strong>Höhepunkt des Tages: </strong>Während der Siegerehrung waren die Spieler hautnah dran an Udo Lindenberg. <foto>Foto: Becker</foto>
Höhepunkt des Tages: Während der Siegerehrung waren die Spieler hautnah dran an Udo Lindenberg. Foto: Becker

Das deutschlandweit wohl größte Freizeitfußball-Turnier fand jetzt in Waren/Müritz statt. 32 Mannschaften aus ganz Deutschland kamen zum 5. Panik-Cup. Beim Spendenturnier mit dabei war auch Udo Lindenberg.

svz.de von
25. Juni 2012, 07:28 Uhr

Waren | Das deutschlandweit wohl größte Freizeitfußball-Turnier fand jetzt in Waren/Müritz statt. 32 Mannschaften aus ganz Deutschland hatten sich zum nunmehr 5. Panik-Cup angemeldet. Die Teams kamen aus der Kurpfalz, Stuttgart, Neustrelitz, Hamburg, Freiberg und Dresden. Es ist bereits das zweite Mal, dass der Cup in der Müritz-Region stattfindet, und dafür zeichnen die beiden Müritzer Dietmar Remus und Dirk Spyra verantwortlich. Erstgenannter ist auch der Erfinder des Panik-Cups.

Die Idee kommt nicht von ungefähr, immerhin gehört Remus mit zur Panik-Familie von Allrounder Udo Lindenberg. Es geht dabei jedoch nicht nur um Fußball. Die Idee ist, Gutes zu tun, nämlich für den Verein "Watoto wa Kenya" e.V. Der wurde 2011 gegründet, Gründungsmitglieder sind Inge Lindenberg, Udo Lindenbergs Schwester, und ihre Freundin Gaby Bentlage.

Was als kleine private Initiative der beiden Frauen und vieler anderer Helfer angefangen hat, hat sich letztlich auch dank des Engagements von Udo Lindenberg zu einer "großen Sache" entwickelt. Mehrere Schulen konnten in der Zwischenzeit in Kenia gebaut, Heime unterstützt und regelmäßiges Essen für rund 100 Kinder in Kenia organisiert werden. Einen wichtigen finanziellen Part bildet dabei immer der alljährliche Panik-Cup.

Beinahe schon selbstverständlich, dass auch Udo Lindenberg bei diesem Fußball-Event dabei ist. Stundenlang schrieb der Musiker Autogramme und ließ sich mit Fans fotografieren. Die Siegerehrung hatte Lindenberg dann komplett im Griff. Für alle 32 Mannschaften, die übrigens alle einen Pokal mit nach Hause nahmen, gab es ein ganz persönliches Ständchen. Lediglich von einem Klavier begleitet, war es beinahe ein Lindenberg-Konzert, was die rund 2000 Besucher des Turniers erleben durften. Und die Warener zeigten durchaus Chorqualitäten - allesamt waren sie textsicher.

Nicht nur Lindenberg hatte dabei jede Menge Spaß, auch die Teams freuten sich darüber, einem Rockstar mal ganz nah zu sein. Allein bei der Siegerehrung wurden vom Team Porsche und der Lindenberg-Stiftung 6500 Euro gespendet, das Geld geht zu gleichen Teilen in die Jugendarbeit des SV Waren 09 und an den Verein Watoto wa Kenya. "Ich glaube, so viele Teilnehmer hatten wir noch nie", sagte Inge Lindenberg, die als Sozialpädagogin in Hamburg arbeitet. Einen riesigen Pokal konnte dann auch die Mannschaft "Balladasdarayn", ein Mix aus Fußballerinnen und Fußballern des SV Waren 09, mit nach Hause nehmen.

Insgesamt herrschte den gesamten Tag über im Müritz-Stadion ausgelassene Stimmung. Die Mannschaften spielten fair, es gab keine Verletzungen, die Schiris hatten wenig zu tun. "Unser Dank geht an die Sponsoren, die dieses Event möglich machen, aber in erster Linie an die Mannschaften", sagte Dirk Spyra. Ohne die würde es kein Turnier sein. Und einige hatten einige Hunderte Kilometer auf sich genommen, um dabeizusein.

Den Anstoß des EM-Viertelfinales Frankreich gegen Spanien hat Udo Lindenberg diesmal verpasst. Ihm war es wichtiger, jede Mannschaft, die sich tagsüber auf den Plätzen "geschunden" hat, zu feiern. Und einige der Teams kamen ihm auch "EM-verdächtig" vor.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen