Trotz Tabellenführung nicht rundum zufrieden : Auf der Suche nach Abwehrbeton

'Wollen immer zu Null spielen': Hansa-Abwehrchef (l.) Peter Wiemann, hier  im Zweikampf mit dem Braunschweiger Dennis Kruppke. Andy Bünning
"Wollen immer zu Null spielen": Hansa-Abwehrchef (l.) Peter Wiemann, hier im Zweikampf mit dem Braunschweiger Dennis Kruppke. Andy Bünning

Zu Beginn der Saison bestach Fußball-Drittligist Hansa Rostock durch eine stabile Defensive, blieb in den ersten sieben Partien fünfmal ohne Gegentor. So sicher stand man in den vergangenen Spielen nicht mehr.

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09. November 2010, 10:22 Uhr

Rostock | Trotz Tabellenführung und insgesamt 35 Punkten auf der Habenseite kassierten die Ostseestädter in den zurückliegenden acht Begegnungen mindestens immer einen Gegentreffer. Zuletzt in Sandhausen (2:1) klingelte es in der Nachspielzeit im FCH-Kasten. Zwar hatte dies keine Auswirkungen auf die Wertung, die Rostocker nahmen die Punkte trotzdem mit, dennoch war Trainer Peter Vollmann angefressen. "Das Gegentor ärgert mich richtig. Es war unnötig", sagt der 52-Jährige.

Auch Abwehrchef Michael Wiemann wurmen die Gegentreffer. "Wir wollen immer zu null spielen. Aber warum es zuletzt nicht klappte, weiß ich auch nicht. Sonst würden wir es ja abstellen. Vielleicht waren wir uns zu sicher, ließ die Konzentration nach. Wir haben das in der Viererkette plus Torwart schon ausgewertet und darüber gesprochen, wollen es in den kommenden Partien wieder besser machen", so der Blondschopf.

Am Selbstvertrauen haben "Einschläge" im eigenen Gehäuse aber keine Kratzer hinterlassen. Immerhin ist der Mecklenburger Traditionsclub seit sechs Partien unbesiegt, holte in diesem Zeitraum 16 von 18 möglichen Zählern und setzte sich an die Spitze. "Es zeigt eben unsere gute Qualität, dass wir diese Spiele trotzdem gewinnen und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir glauben einfach an uns", erklärt Wiemann, der sich aber ein bisschen überrascht zeigt, dass gleich drei, vier Mannschaften sich kaum einen Patzer leisten: "Das ist schon ungewöhnlich und war in den vergangenen Jahren nicht so. Und natürlich schauen wir auch, was die Konkurrenz macht, wenngleich wir in erster Linie unsere eigenen Aufgaben lösen müssen."

Während am Freitag Offenbach (2.) und Braunschweig (3.) gegeneinander antreten, bekommt es Hansa am Sonnabend um 14 Uhr in der DKB-Arena mit der Reserve des deutschen Rekordmeisters Bayern München (18.) zu tun. "Ich denke, dass uns die Amateurteams eigentlich liegen müssten. Die versuchen meist mitzuspielen, was uns entgegenkommt", so Michael Wiemann.

Ziegenbein steht zur Wahl als Drittliga-Spieler des Monats

Unterdessen gehört Mittelfeldspieler Björn Ziegenbein zum fünfköpfigen Kandidatenkreis für die Oktober-Wahl des "Spielers des Monats" in der 3. Liga. Neben dem 24 Jahre alten Rostocker wurden von den Trainern der Liga Dennis Kruppke und Dominick Kumbela (bd. Braunschweig), Tino Semmer (Erfurt) und Cristian Fiél (Dresden) nominiert. Die Abstimmung erfolgt noch bis zum 15. November auf den Websites "dfb.de" und "fussball.de".

Mit Tobias Jänicke hat im August bereits ein Hansa-Spieler gewonnen.

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