FC Hansa Rostock : Ansage mit Windel und Champagner

Ken Leemans (rechts) räumte auch gegen den  Heidenheimer Marc Schnatterer, der diese Saison schon sechs Tore erzielt hat, unerbittlich ab. Der Belgier bläst zur Attacke: 'Jetzt muss es endlich losgehen. Es ist noch nicht zu spät, um aufzusteigen.'Eibner-Pressefoto
Ken Leemans (rechts) räumte auch gegen den Heidenheimer Marc Schnatterer, der diese Saison schon sechs Tore erzielt hat, unerbittlich ab. Der Belgier bläst zur Attacke: "Jetzt muss es endlich losgehen. Es ist noch nicht zu spät, um aufzusteigen."Eibner-Pressefoto

2:1 beim bis dato Tabellenführer 1. FC Heidenheim - allen beim FC Hansa fiel ein Stein vom Herzen: Die Spieler sind voll des Lobes über den neuen Trainer Marc Fascher und seine Einstellung zu der Mannschaft.

von
17. September 2012, 07:34 Uhr

Heidenheim/ Rostock | 2:1 beim bis dato Tabellenführer 1. FC Heidenheim - allen beim Fußball-Drittligisten FC Hansa fiel ein Stein vom Herzen, zumal damit in der Tabelle ein Sprung von Platz 14 auf zehn einherging: Rostock ist erst mal wieder in der oberen Hälfte angekommen. Jetzt soll es Schritt für Schritt weiter vorangehen, um "so schnell wie möglich wieder in die positive Spur zu kommen", wie es der neue Trainer Marc Fascher bei seiner Vorstellung anderthalb Wochen vorher formuliert hatte.

Leemans: "Es ist noch nicht zu spät, um aufzusteigen"

Fascher und seine Arbeit wurden von vielen Spielern gewürdigt, obwohl der 44-Jährige ja gerade erst eingestiegen ist. "Uns hat ausgezeichnet, dass wir nach dem Ausgleich nicht die Köpfe hängen lassen haben. Der Coach legte sehr, sehr viel Herzblut in seine Ansprache vor dem Spiel und zog uns damit in seinen Bann", sagte Torwart Kevin Müller. Kapitän Sebastian Pelzer schloss sich der Auffassung an, das sei die bislang beste Saisonleistung gewesen, und fügte hinzu: "Das war im Vergleich zu den vorangegangenen Partien ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wir haben die Marschroute umgesetzt, die uns der Trainer vorgab."

Tom Weilandt ("Wir waren super auf den Gegner eingestellt, jeder wusste genau, was er zu tun hat") ließ durchblicken, Marc Fascher habe die Truppe mit einer speziellen Maßnahme in der Kabine heiß, "sehr heiß" gemacht. Während der Ansprache holte der Trainer eine Pampers-Windel und eine Flasche feinsten Champagner aus seiner Tasche. Sinngemäß soll er dann zur Truppe gesagt haben, dass sie sich entweder vor Angst vor dem Auftritt beim Spitzenreiter in die Hose machen kann oder aber mutig und mit Selbstvertrauen auf den Platz geht, um sich den edlen Tropfen als Belohnung abholt. Diese Worte kamen beim Team an, denn schließlich gelang Letzteres. Allerdings hat die Truppe den Champagner bislang nicht bekommen. "Das ist jetzt auch nicht so wichtig. Wenn wir am Ende der Saison aufgestiegen sind, dann genehmige ich mir gerne ein Gläschen", sagte Ken Leemans.

Marc Fascher betätigte nach dem Abpfiff gleich erst mal die Euphoriebremse: "Den kontrollierten Spielaufbau von Heidenheim zu unterbinden war der große Schwerpunkt unserer Arbeit im Vorfeld gewesen, und wir haben uns mit viel Leidenschaft diesen Sieg verdient erkämpft. Aber es gibt für uns noch viel, viel zu tun. Die Leistung von heute gilt es jetzt mindestens zu wiederholen. Wir haben einen Schritt gemacht, nicht mehr und nicht weniger."

Tom Weilandt war nach seinen drei Toren im Landespokal beim 5:0 in Güs-trow besonders heiß, auch in der Meisterschaft zu netzen. Was ihm mit dem blitzsauberen 1:0 ja auch prächtig gelang. In der 74. Minute lag dem 20-Jährigen zudem ein weiterer Treffer auf dem Fuß. "Ich hatte einen langen Lauf von der Mittellinie, dachte, ich schiebe ihn rechts unten rein, aber der Torwart kam herausgestürzt. Da wollte ich noch an ihm vorbei, das hat ja auch geklappt, dann habe ich aber leider den Ball nicht optimal getroffen, und so konnte der Verteidiger noch retten", rekapitulierte "Hille" die Situation.

Einer der Besten auf dem samtigen Grün der Voith Arena war der defensive Mittelfeldmann Ken Leemans. "Hoffentlich können wir weiter solche Schritte gehen. Wir haben von der ersten Sekunde an das Spiel von Heidenheim gestört. Die Mannschaft hat von vorn bis hinten gut gearbeitet, sofort Druck auf den Gegner ausgeübt", sagte der Belgier und blies mit Blick auf das Duell am Sonnabend (14 Uhr DKB-Arena) gegen Halle zur Attacke: "Jetzt muss es endlich losgehen. Es ist noch nicht zu spät, um aufzusteigen. Aber dafür müssen wir jedes Spiel so anfangen wie in Heidenheim!"

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen