"World Series of Poker" in Las Vegas : Deutscher Pokerspieler knackt Mega-Jackpot und ist Weltmeister

Der Deutsche Hossein Ensan hat gut lachen. Er ist neuer Poker-Weltmeister. Foto: dpa/John Locher
Der Deutsche Hossein Ensan hat gut lachen. Er ist neuer Poker-Weltmeister. Foto: dpa/John Locher

Hossein Ensan ist zweiter deutscher Weltmeister und kann sich neben dem Jackpot auch über ein neues Armband freuen.

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17. Juli 2019, 11:38 Uhr

Las Vegas | Der in Münster lebende Pokerspieler Hossein Ensan ist neuer Weltmeister. Am Dienstagabend (Ortszeit) holte sich der 55-Jährige den prestigeträchtigen Titel der "World Series of Poker" und das damit verbundende Preisgeld von zehn Millionen US-Dollar (8,86 Mio Euro). Es ist der größte Gewinn der WM-Geschichte. Zusätzlich erhält Ensan das berühmte "Bracelet" (Armband), dass der neue Weltmeister traditionell überreicht bekommt.

2011 gewann mit Pius Heinz zum ersten Mal ein Deutscher. Heinz kassierte damals "nur" 8,7 Millionen US-Dollar (6,3 Millionen Euro).

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Ensan ist Deutsch-Iraner und lebt seit 1990 in Deutschland. Seit 2013 nimmt er regelmäßig an großen Pokerturnieren teil. Sein erster großer Erfolg war ein dritter Platz bei den europäischen Poker-Meisterschaften vor fünf Jahren in Barcelona. Nur ein Jahr später folgte sein bislang größter Erfolg: Ensan schaffte es bei den Europameisterschaften in Prag aufs Siegertreppchen und fuhr mit mehr als 750.000 Euro zurück nach Münster. Bisher erspielte er sich etwa 2,5 Millionen Dollar Preisgeld in seiner Karriere. Mit dem Mega-Jackpot hat er sein Preisgeld auf einen Schlag vervierfacht. Einsatz für alle Spieler bei der WM waren 10.000 Dollar.

Das berühmte Bracelet (Armband) bekommt der Sieger der 'World Series of Poker'. Foto: imago/ZUMA Press
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Das berühmte Bracelet (Armband) bekommt der Sieger der "World Series of Poker". Foto: imago/ZUMA Press

"Ich bin ein einfacher Malocher"

Am Finaltisch ging es im "Heads-up" gegen den zweiten verbliebenen Spieler Dario Sammartino um den Titel. Nach 301 gespielten Händen setzte sich der Deutsche dann letztendlich durch. "Ich bin ein einfacher Malocher" erklärte in einem Interview mit den "Westfälischen Nachrichten". Als sein erstes Zuhause bezeichnete er damals seine Heimat Iran, die er immer wieder besuche. "Mein zweites Zuhause ist Münster", sagte Ensan. Er sei "ein bescheidener Mensch", so Ensan.

Die weiteren deutschen Platzierungen unter den Top 100: Enrico Rudelitz (Platz 17 – 356 860 Euro), Christopher Ahrens (Platz 31 – 233 234 Euro), Thomer Pidun (Platz 33 – 233 234 Euro), Henning Wendlandt (Platz 88 – 73 481 Euro)

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