Ankündigung zum 500. Rennen : Wird die DTM umbenannt?

DTM-Chef Gerhard Berger will die traditionsreiche Rennserie in die Zukunft führen. Deshalb soll 2021 der Name weichen.

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24. August 2019, 11:18 Uhr

Klettwitz | Das Deutsche Tourenwagen-Masters könnte in zwei Jahren unter einem neuen Namen ins Rennen gehen. "Wir arbeiten daran", sagte DTM-Chef Gerhard Berger dem Fachmagazin "Motorsport-Total.com" vor dem ersten Rennen am Lausitzring am Samstag (13.30 Uhr/Sat.1) und nannte das Jahr 2021 als Ziel. Die DTM bestreitet am Sonntag das insgesamt 500. Rennen seit Gründung der Serie im Jahr 1984.

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DTM will internationaler werden

Im Zuge der Internationalisierung sollen durch ein neues Label auch internationale Hersteller Interesse an der Tourenwagen-Serie bekommen. Dabei müssen die Verantwortlichen sensibel vorgehen. Zum einen soll der "deutsche Kern" nicht verletzt werden, zum anderen werden internationale Hersteller vom im Namen steckenden deutschen Kern abgeschreckt.

Gerhard Berger
Uwe Anspach
Gerhard Berger

Einen ersten Schritt macht die Serie nach Saisonende. Im November veranstalten die DTM und die japanische GT-Serie, die beide auf dem identischen Reglement basieren, ein Vereinigungsrennen. Trotz der internationalen Bestrebungen geht Berger nicht davon aus, dass im kommenden Jahr ein weiterer Hersteller neben Audi, BMW und Aston Martin an den Start gehen wird.

Weniger Autos pro Hersteller

"Das sehe ich momentan nicht. Es wäre aber wunderschön, noch einen Hersteller zu haben", sagte Berger, "dabei geht es mir gar nicht um mehr Autos, sondern darum, noch besser aufgeteilt, durchmischt zu sein. Ich würde es für den Sport besser finden, wenn die Hersteller je vier oder fünf Autos für die Marke managen würden und nicht sieben oder acht."

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Berger war von 1984 bis 1997 Formel-1-Fahrer, unter anderem für Benetton, Ferrari und McLaren. Nach dem Ende seiner Fahrerkarrier ging er zu BMW als Motorsportdirektor. Erst 2003 verließ er die Formel 1 gänzlich. Im März 2017 übernahm er den DTM-Vorsitz von Gründer Hans Werner Aufrecht.

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