Kuriose Szene bei Nacht-Slalom : Flitzerin beim Ski-Weltcup in Schladming löst Zeitnahme im Ziel aus

Der Italiener Alex Vinatzer freut sich im Ziel über seine vermeintliche Bestzeit, doch die Flitzerin Kinsey Wolanski macht ihm ein Strich durch die Rechnung.
Der Italiener Alex Vinatzer freut sich im Ziel über seine vermeintliche Bestzeit, doch die Flitzerin Kinsey Wolanski macht ihm ein Strich durch die Rechnung.

Beim legendären Nacht-Slalom in Schladming sorgte eine im Badeanzug bekleidete Frau für eine kuriose Szene.

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29. Januar 2020, 06:56 Uhr

Eine mit einem Badeanzug bekleidete Frau hat beim Ski-Weltcup in Schladming für Aufsehen und Verwirrung gesorgt. Wie eine Flitzerin beim Fußball war sie auf die Strecke gelaufen und hatte beim Gang durchs Ziel die Lichtschranke ausgelöst. Sie hielt ein Schild unter anderem mit der Aufschrift "RIP Kobe" hoch, nachdem am Sonntag die amerikanische Basketball-Ikone Kobe Bryant bei einem Hubschrauber-Absturz in den USA ums Leben gekommen war.

Die blonde vermeintliche unbekannte Schönheit ist jedoch alles andere als unbekannt. Kinsey Wolanski ist ein Instagram-Star, der schon im vergangenen Champions-League-Finale zwischen dem FC Liverpool und Tottenham Hotspur in ihrem schwarzen Badeanzug über das Feld sprintete. Damals wurde sie nach kurzer Zeit von Securitys abgeführt. Bei der letztjährigen Copa America in Brasilien soll die 23-Jährige sogar festgenommen worden sein, da sie erneut dem Versuch geplant haben soll, auf den Rasen zu stürmen.

Die Zeit beim finalen Lauf von Alex Vinatzer aus Südtirol wurde zunächst falsch angezeigt. Er jubelte deswegen über eine Führung, die er gar nicht erreicht hatte. Er nahm es sportlich. "Da hab ich aber mal ein cooles Finish-Foto", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Bist du narrisch", rief "BR"-Experte Felix Neureuther, "sowas habe ich beim Skifahren auch noch nicht gesehen." Nach Beratung der Jury wurde Vinatzers tatsächliche Zeit gewertet, er wurde Sechster.


Der deutsche Skirennfahrer Linus Straßer reagierte auf die Szene, die er selbst gar nicht wahrgenommen hatte, mit Humor. "Ich habe es gar nicht direkt erlebt, weil ich hier dieses Interview geben musste. Scheiße. Ich schaue mir das auf jeden Fall noch mal an", sagte er unmittelbar nach der Situation. Ein Skirennen in Schladming sei so etwas wie ein Champions-League-Finale im Fußball, meinte er. An der Planai in der Steiermark stehen Zehntausende Zuschauer entlang der Strecke.

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