Trotz Schutzsperre : Erneuter Todesfall im Boxen: Argentinier Santillán stirbt nach Kampf

Es ist bereits der zweite Todesfall im Boxsport innerhalb kurzer Zeit.
Es ist bereits der zweite Todesfall im Boxsport innerhalb kurzer Zeit.

Es sei ein "absoluter Wahnsinn", dass Hugo Santillán überhaupt angetreten sei, so der Bund Deutscher Berufsboxer.

von
25. Juli 2019, 22:11 Uhr

Buenos Aires | Wenige Tage nach dem Tod des Russen Maxim Dadaschew ist erneut ein Profi-Boxer an seinen schweren Verletzungen nach einem Kampf gestorben. Der 23 Jahre alte Argentinier Hugo Santillán erlag am Donnerstag in einem Krankenhaus in Buenos Aires seinen schweren Verletzungen, wie der Boxverband WBC mitteilte. Leichtgewichtler Santillán war nach seinem Kampf gegen den Uruguayer Eduardo Abreu am vergangenen Samstag ins Krankenhaus gebracht worden.

Trotz Schutzsperre

Dabei hätte der Argentinier eigentlich gar nicht kämpfen dürfen, er war vom Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) mit einer Schutzsperre belegt worden. "Ein absoluter Wahnsinn, den Mann so schnell wieder boxen zu lassen. Santillán hat von uns nach dem harten Kampf gegen Artem eine Schutzsperre bis zum 30. Juli bekommen", sagte BDB-Präsident Thomas Pütz der "Bild"-Zeitung. Santillán hatte am 15. Juni seinen Kampf in Hamburg gegen Artem Harutyunyan verloren.

Der Argentinier war am Samstag nach dem Kampf in seiner Heimat zusammengebrochen und wurde notoperiert, kam aber nicht mehr zu Bewusstsein. Erst am Dienstag war der russische Boxer Maxim Dadaschew an seinen in einem Kampf erlittenen Kopfverletzungen gestorben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen