Nach 53 Jahren in der Bundesliga : Drama beim VfL Gummersbach: Abstieg wegen eines Tores

Gummersbachs Torwart Carsten Lichtlein war nach Spielende untröstlich.
Gummersbachs Torwart Carsten Lichtlein war nach Spielende untröstlich.

Gründungsmitglied VfL Gummersbach ist unter dramatischen Umständen erstmals aus der Bundesliga abgestiegen.

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09. Juni 2019, 17:38 Uhr

Bietigheim | Gründungsmitglied VfL Gummersbach ist erstmals in der 53-jährigen Geschichte aus der Handball-Bundesliga abgestiegen. Dem zwölfmaligen deutschen Meister reichte das 25:25 (13:14) im Saisonfinale bei Mitabsteiger SG BBM Bietigheim nicht zum Klassenverbleib, weil die Eulen Ludwigshafen nach einem 31:30 (14:15) gegen GWD Minden bei Punktgleichheit am Ende um ein Tor besser waren.

Daher musste der VfL, der seit 1966 ununterbrochen in der Bundesliga spielte, auf dramatische Art und Weise den Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

Sportlich und wirtschaftlich im Sinkflug

Für den einst erfolgreichsten Handballverein der Welt ist damit das schlimmste Szenario eingetreten. Zwölf deutsche Meisterschaften, fünf Pokalsiege und elf Europacup-Triumphe feierte der Club. 1983 gelang den Gummersbachern sogar das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Sieg im Europapokal der Landesmeister. In den vergangenen Jahren aber befand sich der VfL im Sinkflug und konnte sportlich wie wirtschaftlich nicht mehr mit den Topclubs mithalten.

Die sportliche Zukunft ist ungewiss, um seine wirtschaftliche Existenz hingegen müssen die Oberbergischen wohl nicht bangen. Die Lizenzbedingungen für die 2. Liga in der Saison 2019/2020 sind erfüllt worden.

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