Radsport : Tragischer Unfall bei Polen-Rundfahrt: Belgier Lambrecht gestorben

Der belgische Rad-Profi Bjorg Lambrecht ist bei der Polen-Rundfahrt tödlich verunglückt.
Der belgische Rad-Profi Bjorg Lambrecht ist bei der Polen-Rundfahrt tödlich verunglückt.

Der belgische Rad-Profi Bjorg Lambrecht stürzte so schwer, dass er die Operation im Krankenhaus nicht überlebte.

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05. August 2019, 19:52 Uhr

Zabrze | Die 76. Polen-Rundfahrt ist vom tragischen Tod des belgischen Rad-Profis Bjorg Lambrecht überschattet worden. Der 22-Jährige stürzte am Montag auf der dritten Etappe von Chorzów nach Zabrze. Der Unfall war so schwer, dass Lambrecht reanimiert werden musste und mit einem Helikopter ins Krankenhaus geflogen wurde. Doch der Belgier erlag seinen Verletzungen, wie sein Rennstall Lotto Soudal und die Tour-Veranstalter mitteilten. "Die größte Tragödie, die der Familie, Freunden und Teamkollegen von Bjorg passieren könnte, ist passiert ... Ruhe in Frieden Bjorg", schrieb der Rennstall.


Wetterbedingungen verursachen zahlreiche Stürze

Wie die Tour-Veranstalter mitteilten, soll Lambrecht während einer Operation im Krankenhaus in Rybnik gestorben sein. "Es gibt keine Worte, um diese Tragödie zu beschreiben. Unsere Gedanken sind bei Seiner Familie, Freunden, Team und der gesamten Radsportgemeinschaft", hieß es in einer Mitteilung. Genauere Informationen lagen noch nicht vor. Insgesamt kam es aufgrund der widrigen Wetterbedingungen mit teils starkem Regen zu zahlreichen Stürzen.


"Heute spielt das Ergebnis des Rennens keine Rolle. Ich war am Boden zerstört, als ich die tragischen Nachrichten gehört habe, und möchte der Familie und den Freunden von Bjorg Lambrecht und allen bei Lotto Soudal mein tief empfundenes Beileid aussprechen", sagte der deutsche Meister Pascal Ackermann in einer von seinem Team Bora-hansgrohe auf Twitter verbreiteten Stellungnahme.


Lambrecht war in diesem Jahr Vierter bei der Flèche Wallonne und Sechster im Amstel Gold Race geworden. Er hatte außerdem die Jungfahrer-Wertung beim Dauphiné gewonnen. "Ich kann nicht glauben, wie tragisch unser Sport sein kann", twitterte André Greipel.


Der Tagessieg von Fabio Jakobsen vom Team Quick Step wurde zur absoluten Nebensache. Der Niederländer setzte sich im Massensprint nach 150,2 Kilometern vor Ackermann durch. Der 25 Jahre alte Pfälzer verpasste zwar seinen zweiten Tageserfolg, verteidigte aber mit sechs Sekunden Vorsprung das Gelbe Trikot des Gesamtführenden vor Jakobsen. Tagesdritter wurde Jakobsens Landsmann Danny van Poppel (Jumbo-Visma) aus. Der Geraer John Degenkolb (Segafredo) kam auf Rang fünf.

Die vierte Etappe der siebentägigen WorldTour-Rundfahrt soll am Dienstag über 150,5 Kilometer von Jaworzno zur Bergankunft in Kocierz in 698 Meter Höhe führen.

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